Mundgeruch

Tipps gegen Mundgeruch (med. Halitose) - Kommt schlechter Atem von Parodontose? So werden Sie ihn endgültig los

Unangenehmer Mundgeruch

Es gibt viele Situationen im Leben, in denen sich Mundgeruch (med. Halitosis, lat. Foetor ex ore oder Halitose) auf unangenehme Weise bemerkbar macht. Und das gilt sowohl für einen selbst als auch für andere.

Mundgeruch (Halitose oder. Foetor ex ore) ist nicht eine Unannehmlichkeit, die auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist, sondern kann sich als echtes Problem herausstellen. Störender, schlechter Atem ist ein weitverbreitetes Problem. Jeder Vierte leidet unter Mundgeruch, jeder Sechste klagt sogar über chronische Halitosis oder Halitose, wie der schlechte Atem (Mundgeruch) medizinisch auch bezeichnet wird. Ein Viertel der Bevölkerung leidet unter Mundgeruch. So vielfältig die Ursachen für Mundgeruch sein können, so unterschiedlich sind die Behandlungsmethoden. Zahnärzte können oftmals raten, was bei schlechtem Atem zu tun ist. Wir geben Tipps gegen den schlechten Atem, der für andere Menschen sehr unangenehm sein kann.

Wie entsteht Mundgeruch (Halitosis oder Foetor ex ore)?

Tiefe Zahntaschen können Ursache für schlechten Atem sein.

Auch wer regelmäßig gründlich die Zähne putzt, wird den Mundgeruch nicht beseitigen können, denn Mundgeruch kann unterschiedliche Ursachen haben. Der Zahnarzt Ihres Vertrauens kann hier Abhilfe schaffen und eine Halitosis (med. für Mundgeruch) leicht diagnostizieren. Zwar sind die Gründe oftmals im zahnmedizinischen Bereich zu finden, aber auch organische Erkrankungen können Mundgeruch (lat. Foetor ex ore) bedingen.

In den meisten Fällen von chronischem, Mundgeruch (lat.Foetor ex ore) liegen parodontale Erkrankungen vor bei denen sich z. B. tiefe Zahnfleischtaschen bilden. Dort sammeln sich Speisereste, die von Fäulnisbakterien zersetzt werden. Durch die Zersetzung der Fäulnisbakterien entstehen Stoffwechselprodukte in Form von Schwefelverbindungen, wie etwa Dimethylsulfid und Schwefelwasserstoff. Auch Essensreste in den Zahnzwischenräumen und der Randbereich einer Zahnfüllung oder Zahnkrone, bietet einen guten Nährboden für Fäulnisbakterien, die die gesamte Mundflora negativ beeinflussen.

Oft wird bei der täglichen Mundhygiene auch die Zungenoberfläche vernachlässigt, was ebenfalls zu einer vermehrten Sammlung der Fäulnisbakterien führen kann, wodurch ein Mundgeruch entsteht.

Mandelentzündung

Mundgeruch aus dem Verdauungstrakt

Mundgeruch aus dem Rachenraum kann beispielsweise infolge von Mandel- oder Rachenentzündungen oder bösartigen Tumoren entstehen. Der Grund für Mundgeruch kann aber auch tieferen Ursprungs sein. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn bei Magenentzündungen und Infektionen mit Helicobacter Pylori kommt der üble Geruch direkt aus den tiefer gelegenen Regionen des Verdauungstraktes.

Einige Ursachen lassen sich nicht auf hygienischem Wege beseitigen. So sind Erkrankungen der Schleimhaut in der Mundhöhle bekannt, die für den Mundgeruch verantwortlich sein können oder eine mangelhafte Speichelproduktion löst ihn aus.

Einen noch weiteren Weg legt Mundgeruch zurück, wenn Verdauungsstörungen, chronische Verstopfung oder Störungen der bakteriellen Darmbesiedlung die Ursache sind. In solchen Fällen kommt der Geruch aus dem Darm. In jedem Fall ist es ratsam, gerade bei organischen Ursachen den Arzt zu konsultieren.

Schlechter Atem

Die häufigste und harmloseste Ursache von Mundgeruch ist die Ernährung. Klassische Beispiele sind Zwiebel oder Knoblauch. Gleiches gilt für den Genuss von Alkohol und Zigaretten. Mit Mundwasser, Zähne und Zunge putzen, Mundsprays, Mundspülungen oder Kaugummi lässt sich hier leicht Abhilfe schaffen.

  • Mundspülung - Zahnzwischenraumreinigung als Schutz vor Plaque, Gingivitis und Parodontose

Organische Ursachen für Mundgeruch auf einen Blick

  • Mandel- und Rachenentzündungen oder bösartige Tumore
  • Kieferhöhlenentzündung, Fremdkörper oder bösartige Tumore in der Nase
  • chronische Magenentzündungen, Infektionen mit Helicobacter pylori oder Übersäuerung
  • Verdauungsstörungen, chronische Verstopfung oder Störungen der bakteriellen Darmbesiedelung
  • Anaerobe Fäulnisbakterien in tiefen Zahnfleischtaschen#
  • Anhaltende Mundtrockenheit

Wie erkenne ich die Symptome für Mundgeruch (Halitosis)?

Selbsttest - schlechter AtemMundgeruch ist am ehesten am Geruch erkennbar. Wer echten Mundgeruch hat, nimmt diesen nicht wahr, da sich die Nase schnell an den Eigengeruch aus der Mundhöhle gewöhnt. Daher ist man hier auf das Urteil Außenstehender angewiesen – wer einen Partner oder eine Partnerin hat, wird nicht lange auf einen freundlichen Hinweis warten müssen. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, kann z. B. auch einen Selbsttest machen. Entweder man atmet in die hohle Hand und testet den Geruch, ehe der Atemhauch sich verflüchtigt oder man macht den Speicheltest. Dabei leckt man kurz am eigenen Handrücken, lässt den Speichel leicht trocknen und riecht daran. 

Ein objektives Urteil können Sie auch vom Berliner Zahnarzt Dr. Seidel erwarten, da dieser über die entsprechende technische Ausstattung in seiner Praxis verfügt. Mit einem speziellen Gerät, dem sogenannten Halimeter, werden Geruchsstoffe auf technischem Wege ermittelt und deren Anteil in der Atemluft gemessen. Dafür klemmt der Patient ein Röhrchen zwischen seine Lippen, das die Atemluft ansaugt. Für eine zuverlässige Messung wird ein tiefer Atemzug durch die Nase genommen und daraufhin für einige Sekunden die Luft angehalten. Mithilfe eines elektrochemischen Sensors analysiert das Halimeter nun die Geruchs-relevanten Bestandteile in der Atemluft und liefert auf diesem Wege ein genaueres und objektives Ergebnis, auf dessen Basis der Zahnarzt die Stärke des Mundgeruchs beurteilen kann.

Was kann ich gegen Mundgeruch (Halitosis) tun?

Schlechter Atem kann viele Ursachen haben.

Zungenreiniger zur Bekämpfung von schlechtem Atem

Bei einer zahnärztlichen Behandlung wird genauer hingesehen, wenn Mundgeruch das Problem ist. Mundspülungen und Kaugummis mögen zeitweilig die Symptome bekämpfen können, nicht aber deren Ursachen.

Als Basis für eine erfolgreiche Behandlung gegen Mundgeruch dient jedoch nach wie vor eine Verbesserung der Mundhygiene und Mundflora. Damit kein Mundgeruch entsteht, genügt es in den meisten Fällen bereits, sich zusätzlich zum Zähneputzen eine gründlichere Reinigung des Mundraumes anzugewöhnen, wobei besonders die Zahnzwischenräume akribisch mit Zahnseide behandelt werden. Eine Mundspülung tötet zusätzlich einen Großteil der Bakterien innerhalb der Mundhöhle ab, die mit den mechanischen Putzmitteln nicht zu erreichen sind. Die ätherischen Öle der Mundspülungen sorgen für einen frischen Atem und unterdrücken dabei den Mundgeruch. Ein Zungenschaber entfernt außerdem Zungenbelag von der Zunge, die einen Nährboden für schädliche Bakterien bilden und rundet die tägliche Zahnpflege ab.

Für die Entfernung des Zungenbelags vom Zungenrücken können spezielle Zungenschaber verwendet werden, die normale Zahnbürste ist für diesen Zweck aber ebenso geeignet. Eine komplette Pflege schließt mit der Verwendung von Mundwässer oder Mundspülungen ab. Bakterienbekämpfende Produkte sind hilfreich, um eine gesunde Mundflora zu erzielen. Enthalten solche Mundwässer Chlorhexidin, kann darunter bei manchen Personen der Geschmackssinn leiden. Wer das lieber vermeiden möchte, greift auf zinkhaltige Mundwässer zurück, mit deren Hilfe sich schwefelhaltige Geruchsstoffe auf verträglichere Weise binden lassen.

Welche Ursachen für Mundgeruch kann der Zahnarzt bekämpfen?

Zahnärztliche Untersuchung

Karies entfernen

Da die Ursachen von Mundgeruch meist im Bereich von Mund und Zähnen zu finden sind, kann der Zahnarzt in vielen Fällen weiterhelfen. Sogenannte anaerobe Fäulnisbakterien sind oftmals die Auslöser in der Mundflora. Sie siedeln im Mundraum und entstehen bevorzugt an Stellen, an denen es wenig Sauerstoff gibt.

Zahnzwischenräume, kariöse Zähne, schadhafte Füllungen und Restzähne im hinteren Bereich der Zunge bieten hierfür die idealen Bedingungen. Auch ausgedehnte Zahnfleischtaschen, wie sie sich bei einer Parodontitis zeigen, sind bevorzugte Siedlungsräume. Im Zuge ihres Stoffwechsels zersetzen diese Bakterien dann Essensreste, Schleimhautzellen und organische Speichelbestandteile, wobei übel riechender Schwefelwasserstoff entsteht, der dann als Mundgeruch wahrgenommen wird.

Darüber hinaus können Beläge auf dem Zungenrücken, wie vor allem bei starken Rauchern oft der Fall, ein wegen verminderter Speichelproduktion trockener Mund, Erkältungen, Mundatmung oder der alltägliche Stress für Mundgeruch verantwortlich sein. Gleiches gilt auch für Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Es gibt mehr als genug Ursachen für Mundgeruch, die durch einen Zahnarzt problemlos behoben werden können.

Durch Kariesentfernung oder den Austausch beschädigter Füllungen kann Ihnen der Zahnarzt schnell helfen. Liegt das Problem des Mundgeruchs in einer Parodontitis (auch Parodontose genannt) oder einer sonstigen organischen Erkrankung begründet, so wird eine Behandlung der Grunderkrankung auch den Mundgeruch beseitigen. Zudem raten Zahnärzte, regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen - nicht nur dem frischen Atem, sondern auch der Zahngesundheit zuliebe.

Parodontosebehandlung gegen Mundgeruch (Halitosis)

ParodontoseEine vorbereitende Maßnahme der Parodontosebehandlung ist das Messen der Tiefe der Zahnfleischtaschen, die sich durch aggressive Fäulnisbakterien bilden. Abhängig vom Ausmaß der Erkrankung erfolgen die Laborbestimmung der Fäulnisbakterien und eine Behandlung mit Antibiotika vor Behandlungsbeginn. Anhand der erhobenen Befunde trifft der Zahnarzt die Entscheidung, ob er bakterielle Beläge und erkranktes Gewebe im Rahmen einer offenen oder geschlossenen Parodontosebehandlung entfernt.

Fällt die Entscheidung auf eine geschlossene Behandlung, erfolgt die Reinigung der Wurzel- und Zahnoberflächen mechanisch mit speziellen Küretten und einem Ultraschallgerät. Bei einer weit fortgeschrittenen Erkrankung, die mit der Lockerung von Zähnen und Knochenverlust einhergeht, ist unter Umständen eine offene Parodontosebehandlung (Behandlung des Parodonts - Zahnhalteapparetes) erforderlich. Dabei setzt der Berliner Zahnarzt Dr. Seidel im Rahmen eines operativen Eingriffs spezielle Schnitte, um die Behandlung unter direkter Sicht auf die erkrankten Stellen durchzuführen.

Beide Behandlungsformen erfolgen unter örtlicher Betäubung und sind weder während noch nach der Behandlung schmerzhaft. Eine Ausnahme bildet ein eventuell leichter Wundschmerz im Rahmen der offenen Parodontosebehandlung. Nach einer erfolgreichen Behandlung ist die weiterführende sorgfältige Mundhygiene unverzichtbar, um den Behandlungserfolg aufrechtzuerhalten. Dazu zählt die regelmäßige Zahnreinigung, einschließlich der Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zunge. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch eine jährlich durchgeführte professionelle Zahnreinigung. Bei Parodontose Patienten wird ein halbjährliches Intervall empfohlen.

Xylit gegen Mundgeruch?

Ob Xylit Mundspülung oder Xylit Kaugummi, Xylit ist aus der Mundhygiene nicht mehr wegzudenken. Es ist Online oder in der Apotheke zu erhalten und hat einen angenehm süßen Geschmack. Doch was ist Xylit, wie wirkt es und kann es auch Mundgeruch beseitigen? Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff der wegen seiner Anti-kariogenen Eigenschaft, als Kariesprophylaxe dient. Xylit Zahnpflege verhindert die Entstehung von Säuren aus Nahrungsmitteln, die die Zähne angreifen. Xylit lässt die schädlichen Bakterien aushungern und kann somit Mundgeruch bekämpfen und Mundflora optimieren. Nicht nur Xylit Kaugummi, sondern auch eine Xylit Zahnpflege fördert die Produktion von Speichel, verbessert die Mundflora und remineralisiert die Zähne. Daher ist es ein wirkungsvolles Mittel gegen Mundgeruch und optimiert die Mundflora.

Tipps gegen den schlechten Atem aus dem Mund

  • 1. Tipp - Lassen Sie sich vom Zahnarzt auf Karies und Parodontose untersuchen
  • 2. Tipp - Lassen Sie eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen
  • 3. Tipp - Sorgen Sie für eine ausreichende Mundhygiene. Verwenden Sie dabei Zahnseide, Mundspülung und Zungenreiniger
  • 4. Tipp - Ernähren Sie sich gesund und essen Sie regelmäßig

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 01.08.2020 von Autor Dr. Frank Seidel.

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