Laser beim Zahnarzt

Laser - Schmerzfreie Unterstützung bei allen Zahnbehandlungen mit dem Dentallaser?

Zahnbehandlung mit dem LaserDie Behandlung mittels Laser unterstützt die schmerzfreie Zahnbehandlung. Durch den technischen Fortschritt in der Zahnmedizin ergibt sich ein immer breiteres Einsatzgebiet für diese innovative Behandlungsmethode.

Was versteht man unter der Laserzahnheilkunde?

Master of Science in Lasers in Dentistry

Im Rahmen der Laserzahnheilkunde erfolgt die Behandlung verschiedenster Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches durch den Einsatz eines CO2- oder Dioden-Laser-Gerätes. Die Behandlung mit dem Dental-Laser stößt jedoch innerhalb der Einsatzbereiche auf ihre Grenzen. Aus den daraus anfänglich resultierenden Problemen entwickelte sich die Laserzahnheilkunde mit ihrem speziellen Wissen über Möglichkeiten und Grenzen dieser Behandlungsform. So kam es in den Anfängen der Lasertherapie zu Hitzeschäden und Störungen in der Wundheilung. Diese Erfahrungen schufen die Voraussetzung, dass heute an der Universität Aachen Zahnärzte im Rahmen eines zweijährigen Master-Lehrganges Zahnärzte zum Master of Science in Lasers in Dentistry ausgebildet werden. Bisher absolvierten 60 Zahnärzte diesen Master Lehrgang.

Welche Vorteile bietet die Laserbehandlung?

Schmerzfreie Behandlung mit LaserZahnbehandlung mit dem KaltlichtstrahlEiner der größten Vorteile, den die Laserbehandlung bietet, ist die schmerzfreie Behandlung ohne lokale Betäubung. Viele Patienten weisen nicht nur vor der Zahnbehandlung an sich, sondern auch vor der lokalen Betäubung, große Ängste auf. Daher bietet die Behandlung mit Dental-Laser eine zusätzliche Chance, Ängste abzubauen und Kontrolltermine in Zukunft regelmäßig wahrzunehmen.

Bei chirurgischen Eingriffen zeichnet sich der Laser durch seine Keim-abtötende Wirkung auf, die einen äußerst positiven Einfluss auf die Wundheilung zeigt. Fachlich korrekt angewendet arbeitet der Dental-Laser gewebeschonend und verhindert die Beschädigung von Zellstrukturen. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die Wundheilung aus und reduziert das Risiko postoperativer Beschwerden. Zusammengefasst betrachtet ergibt sich, dass eine Behandlung mit Laser vor allem in der oralen Zahnchirurgie eine schmerzfreie, blutungsarme, Keim-abtötende und die Wundheilung fördernde Behandlungsmethode ist.

Welche Nachteile hat eine Laserbehandlung?

Laserinstrument vom ZahnarztDie Behandlung mit Dental-Laser in der zahnärztlichen Praxis präsentiert sich nicht unbedingt als exotische Behandlungsform, aber noch als selten. In den mehr als 65.000 Zahnarztpraxen Deutschlands kommen diese Geräte in ungefähr 7.000 Praxen zum Einsatz.

Bei leichter Karies ist der Lasereinsatz zuverlässig möglichDie Gründe dafür liegen in der langwierigen Ausbildung und der in der zahnärztlichen Praxis noch etwas beschränkten Einsatzfähigkeit. Dies vor allem aus dem Grund, da zum aktuellen Zeitpunkt keine Universalgeräte zur Verfügung stehen. Will ein Laserzahnarzt ein möglichst breites Behandlungsspektrum in seiner zahnärztlichen Praxis durch Laserbehandlung abdecken, ist er gezwungen, in mehrere Geräte zu investieren. Bei der Behandlung von tief sitzender Karies muss der Dental-Laser in vielen Fällen genauso passen wie bei der Parodontosebehandlung bei Vorliegen tiefer Zahnfleischtaschen, da die Reinigungswirkung in diesem Fall nicht ausreichend ist.

Bei leichter Karies ist der Lasereinsatz zuverlässig möglich und schont die gesunde Zahnsubstanz. Sitzt die Karies zu tief, wird der Bohrer zum Entfernen des erkrankten Bereiches benötigt. Dies gilt ebenfalls für die Entfernung von Füllungen, da es durch die Entfernung mittels Laser zur Entstehung gefährlicher Dämpfe kommen kann. Ein weiterer Nachteil ist die Unfähigkeit, den für Inlays oder Zahnkronen erforderlichen Schliff zu produzieren, der für den stabilen Halt benötigt wird.

Ein weiterer Punkt, der sich vor allem als Kostenfaktor zu Buche schlägt, ist eine längere Behandlungszeit.

Welche Anwendungsgebiete eines Dental-Lasers gibt es?

Lasereinsatz für schmerzfreies Bohren und als ergänzende Methode der ZahnbehandlungEin wichtiger Bereich neben der schmerzfreien Behandlung von nicht zu tief sitzender Karies und den zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten in der Kieferchirurgie ist der Einsatz in der Parodontologie als unverzichtbare und zum Teil ergänzende Methode. Entzündliche Prozesse des Zahnfleisches und Zahnhalteapparates (Parodont) wie die Parodontose oder die bakteriell-infektiöse Periimplantitis reagieren auf die Laserbehandlung vorteilhaft durch die schonende Behandlungsform und Keim-abtötende Wirkung.

Im Rahmen der Wurzelkanalbehandlung (Endotonie) entfaltet der Laser seine Keim-abtötende Wirkung in den feinen Kanälen, die durch die mechanisch eingebrachte Spüllösung nicht erreicht werden. Das Resultat ist eine wesentlich verbesserte Langzeitprognose im Sinne des Zahnerhaltes. Ein weiteres Behandlungsgebiet findet der Laser bei Zahnersatz. Vor allem bei der Kronenpräparation eines Zahnes kann es zu Überempfindlichkeiten kommen, die durch die Konditionierung der Dentinkanälchen beseitigt wird. Für einen perfekt sitzenden Kronenrand wird das Zahnfleisch mit dem Laser schonend angepasst.

Lasergestützte Parodontaltherapie

Bei chronischer und vorbehandelter Parodontitis bietet sich die photodynamische Therapie (PDT) an, die auf dem Einsatz von Therapiefarbstoffen und einer speziellen Wellenlänge des Lasers beruht. Der eingebrachte Farbstoff haftet an den Plasmaproteinen der Bakterienzellen an und färbt sie ein. Trifft das Laserlicht in einer bestimmten Wellenlänge auf den Farbstoff, erfolgt durch ein freigesetztes aggressives Sauerstoffatom die tödliche Beschädigung der Bakterienzelle.

Anwendungsgebiete des Dental-Lasers:

  • Lasergestützte Kavitätenpräparation
  • Wurzelkanalsterilisation
  • Wurzelkanalaufbereitung
  • Lasergestützte Parodontaltherapie
  • Behandlung von Dentinhypersensibilität mittels Laserbestrahlung
  • Zahnaufhellung mit Laser
  • Lippenbändchen-Exzisionen und Behandlung der Periimplantitis mit Laser
  • Entfernung von benignen Tumoren in der Oralchirurgie
  • Lichtaktivierte Desinfizierung (PAD)

Welche Kosten entstehen und trägt die Versicherung einen Teil?

Die Höhe der für den Patienten entstehenden Kosten hängt von der Art und dem Umfang der durchgeführten Behandlung ab und liegen zwischen ungefähr 20 Euro pro Zahn im Rahmen einer Parodontosebehandlung bis zu 350 Euro für chirurgische Eingriffe. Wie hoch die Kosten im individuellen Fall sind, kann nur durch ein Gespräch mit dem Zahnarzt und einem Kostenvoranschlag geklärt werden.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 27.10.2020 von Autor Dr. Frank Seidel.

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