Schwarze Zahnpasta
Aktivkohle-Zahnpasta - Weiße Zähne dank schwarzer Zahncreme? Was die Kohlezahnpasta kann.

Schwarze Zahnpasta ist ein Trendthema im Internet. Immer häufiger tauchen Berichte und Tests dazu auf. Auf den ersten Blick wirkt es widersinnig, sich mit schwarzer Zahncreme die Zähne zu putzen - aber gerade der Inhaltsstoff, der die Zahnpasta schwarz färbt, soll dazu führen, dass Ihre Zähne weißer werden.
Wie das funktionieren soll und was die Kohlezahnpasta wirklich bringt? Wir bringen Sie auf den neusten Stand.
Was ist schwarze Zahnpasta?
Bei schwarzer Zahncreme handelt es sich um eine ganz normale Zahnpasta, die durch den Zusatz von Aktivkohle ihre sehr dunkle und außergewöhnliche Farbe erhält.
Das Hauptargument, das laut der verschiedenen Hersteller für die Kohlezahnpasta spricht, ist die schonende Reinigung der Zähne und die zuverlässige Entfernung von Zahnverfärbungen und Belägen. Gleichzeitig soll die Paste in der Lage sein, die Zähne weißer wirken zu lassen. Weist der Zahnschmelz kleine Schädigungen auf, repariert die Zahnpasta diese demnach. Im Vergleich zu anderen aufhellenden Zahnpastas, die mit feinsten Schmirgelteilchen die Beläge entfernen, erfolgt dies bei der Kohlezahnpasta durch die absorbierende Wirkung der enthaltenen Aktivkohle.
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Welche Inhaltsstoffe sind im Produkt Aktivkohle Zahnpasta enthalten?
Der wichtigste Bestandteil von schwarzer Zahncreme ist Aktivkohle. Diese enthält feinporige und äußerst poröse Kohlenstoffpartikel mit einer Größe von ungefähr 0,1 Millimetern. Ergänzt wird dieser Wirkstoff abhängig vom Hersteller durch Hydroxylapatit, das als natürliche Substanz den Zahnschmelz bildet.
Als Zusatz in der Zahnpasta soll es kleine Schäden im Zahnschmelz reparieren. Für den beworbenen Weißeffekt sorgt Titandioxid, das die Zähne heller erscheinen lässt.
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Wie soll die schwarze Zahnpasta mit Aktivkohle Aktivkohle wirken?
Aktivkohle ist eine besondere Form der Kohle, die unter Luftabschluss durch Erhitzen von Zucker, Melasse, tierischen Stoffen, Holz oder anderen organischen Stoffen als Pulver gewonnen wird. Die darin enthaltenen Kohlepartikel sind äußerst porös und wirken stark vergrößert wie ein Bimsstein. Diese Beschaffenheit ermöglicht es der Aktivkohle, die verschiedensten Stoffe an sich zu binden - also zu absorbieren. Die außergewöhnlich hohe Absorptionsfähigkeit dieser Kohle hängt mit der großen Anzahl der Poren der einzelnen Kohlepartikel zusammen. Diese erhöhen die Oberfläche der Aktivkohlepartikel dramatisch. Ein Gramm weist eine Oberfläche von 1.500 Quadratmetern auf.
Durch ihr großes Absorptionsvermögen ist die in schwarzer Zahncreme enthaltene Aktivkohle in der Lage, vor allem unpolare Moleküle wie Fette und Öle an sich zu binden. Laut Hersteller gilt dies ebenfalls für Moleküle, die sich im Rahmen unserer täglichen Ernährungs- und Trinkgewohnheiten an den Zähnen anlagern. Während herkömmliche Zahnpasten die Ablagerungen durch feinste Partikel von den Zähnen abschmirgeln, erfolgt die Entfernung bei Nutzung schwarzer Zahncreme und der darin enthaltenen Aktivkohle durch Absorption.
Aktivkohle ist nur begrenzt aufnahmefähig
Die Absorptionsfähigkeit der Aktivkohle ist begrenzt. Wie ein mit Wasser vollgesogener Schwamm sind auch die Kohlepartikel nur bis zu einem gewissen Grad aufnahmefähig. Und genau diese Tatsache stellt die Wirksamkeit schwarzer Zahncreme infrage. Die Aktivkohle ist nicht in Reinform in der Zahnpasta enthalten, sondern gemeinsam mit zahlreichen anderen Wirk- und Hilfsstoffen. Da die Kohle jedoch reaktiv ist, reagiert sie mit diesen Stoffen und bindet diese bis zur Sättigung an sich. Durch diese Sättigung im Rahmen der Reaktion mit den anderen Inhaltsstoffen der Zahnpasta ist sie jedoch nicht mehr in der Lage, die am Zahn abgelagerten Moleküle aufzunehmen. Diese Meinung vertritt insbesondere Professor Dr. Carolina Ganß, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin. Sie sieht die beschriebene Wirkung der Aktivkohle mit großer Zurückhaltung. Ob am Zahn fest haftende Ablagerungen durch den Wirkstoff gelöst werden können, ist demnach ebenfalls zu bezweifeln.
Ist schwarze Zahnpasta gesundheitlich für Zahnfleisch und Zahnschmelz unbedenklich?
Abgesehen von seltenen Unverträglichkeiten gegenüber einem der enthaltenen Inhaltsstoffe ist schwarze Zahncreme gesundheitlich als unbedenklich einzustufen. Sie gewährleistet aufgrund der fehlenden Schmirgelpartikel eine schonende Reinigung der Plaque an Zähnen und Zahnfleisch. Die Kohlezahnpaste kann sich jedoch am Zahnfleischsaum als schwarzer Rückstand ablagern. Demzufolge ist ein sehr sorgfältiges Ausspülen nach dem Zähneputzen notwendig.
Nebenwirkung: empfindliche Zähne durch schwarze Zahnpasta?
Eine häufige Frage ist, ob empfindliche Zähne durch Aktivkohle Zahnpasta verursacht werden können: Tatsächlich enthalten viele schwarze Zahnpasten Aktivkohle oder stärkere abrasive Partikel zur Entfernung von Verfärbungen, und bei häufiger oder unsachgemäßer Anwendung kann das zu Mikrorauigkeiten am Zahnschmelz führen, die Zahnempfindlichkeit fördern; außerdem können Reizungen am Zahnfleisch auftreten, besonders bei vorhandener Schmelzerosion oder zurückgezogenem Zahnfleisch. Um das Risiko zu minimieren, sollte man Produkte mit niedrigem Abrasivitätswert wählen, die Anwendungshäufigkeit einschränken, eine weiche Zahnbürste verwenden und gegebenenfalls eine fluoridhaltige normale Zahnpasta ergänzen; bei anhaltender oder starker Empfindlichkeit ist ein Zahnarztbesuch ratsam, um Ursachen abzuklären und schonende Alternativen zur schwarzen Zahncreme zu besprechen.
Zahnaufhellung durch schwarze Zahnputzpaste im Vergleich zur Whitening-Zahnpasta
Herkömmliche Whitening-Zahncremes arbeiten mit zum Teil abrasiven und dadurch den Zahnschmelz schädigenden Inhaltsstoffen. Auf Temperaturunterschiede empfindliche Zähne sind die Folge.
Im Vergleich zu diesen Aufhellern arbeitet schwarze Zahncreme mit Titandioxid. Die ultrafeinen Titan-Dioxid-Partikelchen legen sich wie ein Film über die Zähne und lassen leichte Gelbtöne weiß erstrahlen. Dieser aufhellende Effekt hält jedoch nur bis zum nächsten Getränk oder Essen an.
Ist ein Aufhellen der Zähne nötig, sollte dies aus gesundheitlichen Gründen ausschließlich beim Zahnarzt durchgeführt werden.
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Wie wird schwarze Zahncreme angewendet?
Kohlezahnpasta wird genauso verwendet wie normale Zahnpasta. Mindestens zweimal täglich putzen Sie mit einer ausreichend großen Menge Zahncreme die Zähne. Wer die vom Hersteller mitgelieferte Zahnbürste nicht benutzen möchte, nimmt die gewohnte eigene Bürste. In diesem Fall ist jedoch damit zu rechnen, dass sich die Borsten durch die Aktivkohle entsprechend verfärben. Durch die im Vergleich mit normalen Zahnpasten gesundheitlich genauso unbedenklichen Inhaltsstoffe eignet sich die Zahncreme für jede Altersgruppe. Bei der Verwendung für Zahnersatz ist die Rücksprache mit dem Zahnarzt nötig.
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Schwarze Zahnputzpaste im Test
Ökotest führte einen ausgiebigen Test der angebotenen schwarzen Zahncremes durch und das Ergebnis war eher ernüchternd. Keines der getesteten Produkte konnte wirklich überzeugen. Die versprochene Wirkung der Aktivkohle wird von renommierten Forschern aus Chemie und Medizin angezweifelt und konnte auch im Test nicht nachgewiesen werden. Auch die Laboruntersuchung konnte die bisher erreichten Ergebnisse nicht aufwerten.
Es kann davon ausgegangen werden, dass die enthaltene Aktivkohle, wenn überhaupt, nur mehr in sehr geringem Maße aktiv ist, sobald sie auf die Zahnbürste aufgetragen wird. Denn als reaktive Substanz reagiert sie mit den Inhaltsstoffen der Zahncreme und kommt gut gesättigt und nicht mehr aufnahmefähig in der Mundhöhle an. Wissenschaftliche Studien dazu fehlen jedoch zum aktuellen Zeitpunkt und keiner der Hersteller erklärte sich bereit, einen Wirksamkeitsnachweis zu übermitteln.
Durchgefallen sind die Produkte von Ecodenta und Splat mit den Noten "mangelhaft". Nur die schwarze von Curaprox schnitt mit einem "befriedigend" ab, da im Labor keine schädlichen Inhaltsstoffe nachgewiesen wurden.
Angeblicher Kariesschutz durch schwarze Kohle in Zahncreme ohne Fluorid?
Viele Hersteller von Aktivkohle Zahnputzpaste werben damit, Aktivkohle könne Plaque binden und so Karies verhindern, doch wissenschaftliche Belege für einen kariesprotektiven Effekt fehlen weitgehend; Fluorid ist nachweislich eines der wirksamsten Mittel zur Vorbeugung von Karies, und eine fluoridfreie Formulierung bietet diesen gesicherten Schutz nicht. Aktivkohle kann oberflächliche Verfärbungen abschleifen und das Gefühl von weißeren Zähnen vermitteln, dabei besteht aber das Risiko erhöhter Abrasion des Zahnschmelzes und möglicher Schädigung von Füllungen oder trotziger Substanzen. Wer überlegt, auf Aktivkohle Zahnputzpaste ohne Fluorid umzusteigen, sollte die Werbung kritisch hinterfragen und im Zweifel eine zahnmedizinische Beratung einholen; für den nachhaltigen Kariesschutz empfehlen Zahnärzte in der Regel fluoridhaltige Präparate und ergänzende Maßnahmen wie regelmäßige Prophylaxe und eine zuckerarme Ernährung.
Versprechen der Werbung: Aufhellung der Zähne - Verfärbungen der Zähne durch natürlich aufhellenden Whitening (Teeth whitening) Effekt durch Black Whitening Toothpaste?
Die Werbung für Aktivkohle Zahncreme verspricht oft eine sichtbare Aufhellung der Zähne und das Entfernen von Verfärbungen durch einen natürlichen Whitening-Effekt, doch diese Aussagen sollten kritisch betrachtet werden: Aktivkohle Zahncreme, häufig mit Aktivkohle oder ähnlichen Inhaltsstoffen beworben, kann oberflächliche Verfärbungen durch Plaque und Verunreinigungen mechanisch lösen, doch tiefsitzende Verfärbungen, die durch Verfärbungen im Zahnschmelz oder durch Medikamente verursacht sind, werden dadurch in der Regel nicht dauerhaft aufgehellt. Zudem fehlt für viele Produkte oft ein stichhaltiger, unabhängiger Nachweis ihrer Sicherheit und Wirksamkeit; abrasivere Formulierungen können bei häufiger Anwendung den Zahnschmelz angreifen und empfindliche Zähne oder Zahnfleisch reizen. Wenn Verbraucher eine echte Aufhellung erwarten, sind bewährte Methoden wie professionelle Zahnreinigungen oder zahnmedizinische Bleaching-Behandlungen empfehlenswert, und vor der regelmäßigen Nutzung von Aktivkohle Zahnpasta sollte idealerweise eine zahnärztliche Beratung stattfinden, um Risiken und realistische Ergebnisse abzuschätzen.
Was kostet eine 75 ml Tube schwarze Zahnpasta?
Als Schnäppchen können schwarze Zahncremes auf keinen Fall betrachtet werden. Vor allem unter dem Aspekt der nicht eindeutig nachgewiesenen Wirksamkeit.
Die schwarze Eccodenta Extra Black Whitening Toothpaste enthält 100 ml und ist ab 4,45 Euro erhältlich. Die gleiche Menge für die schwarze Zahnputzpaste von Splat schlägt mit 11,30 Euro zu Buche, wobei die Tube Splat Whitening Toothpaste Blackwood nur 75 ml enthält. Diese 75 ml Aktivkohle Zahnpasta werden dem Kunden mit 8,45 Euro berechnet.
Luxuriös wird es bei Curaprox. Der Hersteller der beiden Zahncremes Black is White und White is Black, die sich nur im Geschmack unterscheiden, lässt sich den Trend der Kohlezahnpasten gut honorieren. Die Tuben im attraktiven Design mit 90 ml Inhalt sind dem Anwender zwischen 19,00 und 31,00 Euro wert. Für 100 ml muss mit Preisen zwischen 21,00 und 34,00 Euro gerechnet werden.
Fazit: Hilft schwarze Zahnpasta?
Die Kohlezahnpaste ist ein aktueller Trend, der leider die versprochene Wirkung schuldig bleibt. Wer es trotzdem mit ihr versuchen möchte, schadet jedoch immerhin nicht seiner Zahngesundheit.
In Anbetracht der Kosten für eine Tube schwarzer Zahnputzpaste ist es unter Umständen sinnvoller, dieses Geld in die regelmäßige professionelle Zahnreinigung mit zuverlässigen Ergebnissen zu investieren.
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Häufige Patientenfragen
- Was macht schwarze Zahnpasta?
- Aktivkohle soll in der Lage sein, Zahnverfärbungen schonend und effektiv zu bekämpfen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zahnpasten, welche Verfärbungen durch Reibung entfernen, soll die Aktivkohle das durch ihre Adsorptionskraft schaffen.
- Was bringt Aktivkohle-Zahnpasta?
- Benutzen Sie schwarze Zahnpasta einfach wie Ihre bisherige Zahncreme. Sie können damit durchaus Verfärbungen und Essensreste von Ihren Zähnen entfernen. Experten vermuten jedoch hinter dem Wirkmechanismus der schwarzen Zahnpasta vorrangig die Scheuerkraft der Kohlepartikel.
- Wie oft darf man Aktivkohle Zahnpasta benutzen?
- Aktivkohle zur Zahnreinigung sollte aufgrund des hohen Abriebs (Abrasivität) und der Gefahr für den Zahnschmelz nur selten angewendet werden, maximal einmal pro Monat bis einmal pro Woche. Viele Experten raten von einer regelmäßigen Nutzung ab, da Aktivkohle den Schmelz abtragen und Zähne empfindlicher machen kann.
- Welche schwarze Zahnpasta ist die beste?
- Schwarze Zahnpasten nutzen meist Aktivkohle, um oberflächliche Verfärbungen (z. B. von Kaffee oder Tee) zu binden und sanft zu entfernen. In Experten- und Anwendertests werden insbesondere Produkte von Curaprox und Hello häufig als beste Optionen genannt.
- Was bewirkt schwarze Zahnpasta?
- Schwarze Zahnpasta enthält Aktivkohle, die durch ihre poröse Struktur Verfärbungen (durch Kaffee, Tee, Nikotin) adsorbiert und Plaque schonend entfernt. Sie sorgt für ein sauberes Gefühl, hellt Zähne durch die Entfernung äußerer Ablagerungen auf, ist aber kein Bleichmittel für den Zahnschmelz. Sie gilt als unbedenklich, wird aber nicht für die dauerhafte Anwendung empfohlen.
- Ist schwarze Zahnpasta gut für die Zähne?
- Abgesehen von seltenen Unverträglichkeiten gegenüber einem der enthaltenen Inhaltsstoffe ist schwarze Zahnpasta gesundheitlich als unbedenklich einzustufen. Sie gewährleistet aufgrund der fehlenden Schmirgelpartikel eine schonende Reinigung der Plaque an Zähnen und Zahnfleisch.
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