Ist Oralsex krebserregend?

Oralsex und Oralverkehr (Cunnilingus) erhöhen das Risiko von Mundhöhlenkrebs

Oralsex und Zungenküsse sind nach einer Studie zweier amerikanischer Universitäten oft mit einer oralen HPV-Infektion assoziiert.

Wer käme darauf, dass es gefährlich sein könnte, mit seinem Partner Küsse und andere Zärtlichkeiten auszutauschen, insbesondere beim Verwöhnen des Partners durch Oralverkehr, was das Verletzungsrisiko erhöhen kann? Unter Experten wird die Frage, ob Zungenküsse und Oralsex krebserregend sind, allerdings seit Jahren zum Teil kontrovers diskutiert. Nicht zuletzt hat Michael Douglas dazu beigetragen, dieses Thema in die Öffentlichkeit zu bringen, indem er über die Risiken von Oralverkehr und anderen Sexualpraktiken sprach, einschließlich der besten Stellungen für Oralsex. Er gab ein Statement dazu ab, dass seine eigene Krebserkrankung auf Oralsex, speziell auf den aktiven Part beim Geschlechtsverkehr und die damit verbundene Penetration, zurückzuführen sei. Eine US-Studie legt nahe, dass diese Möglichkeit, insbesondere bei häufig wechselnden Partnern, durchaus besteht. Speziell das Saugen an Genitalien wie Klitoris, Schamlippen oder Eichel zwischen den Sexualpartnern kann zu sexuell übertragbaren Krankheiten führen. Eine sichere Wahl für beide Sexualpartner ist der Gebrauch von Lecktüchern beim erogenen Vorspiel. Lecktücher sorgen gleichzeitig für Hygiene beim Oralverkehr. Bei der oralen Stimulation des Penis (dabei wird der Penis geleckt oder in den Mund genommen) und primär beim Orgasmus schützt ein Kondom vor austretendem Sperma. Ein manuelles Stimulieren der Vulva oder der Hoden wird als unkritisch betrachtet, da diese erogenen Zonen keine Schleimhäute beinhalten.

Der Zahnarzt kann Mundhöhlenkarzinome, also Mundhöhlenkrebs, diagnostizieren, der z. B. als Hautkrebs an der Schleimhaut entstehen kann. Der regelmäßige Zahnarztbesuch hilft also bei der Früherkennung und kann vorbeugende oder therapierende Maßnahmen einleiten.

Woher kommt die Annahme, dass Oralsex beim Sex krebserregend ist?

Eine aktuelle Studie lässt diese erschreckende Vermutung zu. Dabei wurde eine Populationsstudie durchgeführt an Studenten zweier amerikanischer Universitäten und einer Kontrollgruppe, die aus Patienten einer Hals-Nasen-Ohren-Klinik bestand, um die Auswirkungen oraler Praktiken zu untersuchen. Den Probanden wurden zu diesem Zweck Blut- und Speichelproben entnommen, um mögliche Infektionen durch Oralsex zu testen, was die Stimulation der weiblichen Gesundheit betrifft. Ferner sollten sie Angaben zu ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie ihren sexuellen Praktiken machen. Die Auswertung dieser Daten ergab, dass diejenigen, die nach eigener Angabe regelmäßig Oralsex (Oralverkehr) hatten, deutlich häufiger an Krebs im Mund erkrankten, möglicherweise durch ungeschützten Oralverkehr.

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Worin besteht der genaue Zusammenhang zwischen Oralsex, Orgasmus und Krebs im Mund?

Natürlich stellt sich die Frage, weshalb gerade Oralsex im Intimbereich krebserregend sein sollte. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Humane Papillomvirus (HPV) Subtyp 16, das nicht nur in der Mundhöhle, sondern auch in anderen Körperschleimhäuten und im Genitalbereich vorkommt.

Ein gesunder Körper, der über ein stabiles Immunsystem verfügt, wird normalerweise problemlos mit diesen Keimen fertig, auch nach Stimulationspraktiken wie Cunnilingus oder Fellatio, die das Risiko für sexuell übertragbare Infektionen erhöhen können. Demzufolge lässt sich das Humane Papillomvirus nicht ständig im Körper nachweisen. Eine erneute Ansteckung ist aber jederzeit möglich, wobei der Oralsex eine Schlüsselrolle spielt. Außerdem kann das Humane Papillomvirus der Auslöser für einen Gebärmutterhalskrebs bei Frauen und Mädchen sein.

Eine wichtige Aufgabe des Zahnarztes ist es, Krebs im Mund vorzubeugen und zu erkennen.

Eine vorbeugende Impfung, die in diesem Bereich möglich ist, gibt es für die Mund- und Rachenhöhle bisher nicht. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Viren in den Haut- und Schleimhautzellen verstecken und beim Oralsex aktiviert werden können. Ein besonders hohes Risiko tragen Personen, die ihre Partner häufig wechseln. Das gilt gleichermaßen für HIV.

Risiko einer Geschlechtskrankheit durch Stimulation? Wie hoch ist das Risiko beim Oralsex durch Lecken beim Cunnilingus?

Obwohl das Risiko im Vergleich zu anderen Risikofaktoren wie Rauchen oder übermäßigem Alkoholkonsum geringer ist, besteht dennoch ein potenzielles Risiko für die Entwicklung von Krebs durch HPV-Infektion.

Wie kann ich das Risiko einer Übertragung beim Oralverkehr wie Blowjob und Cunnilingus minimieren?

Die Verwendung von Schutzmitteln wie Dental Dams, Lecktüchern oder Kondomen während des Oralverkehrs kann das Risiko einer HPV-Infektion und die Übertragung von Chlamydien und Herpes reduzieren, insbesondere beim Mann.

Warum ist diese Form von Mundhöhlenkrebs so gefährlich?

Eine Ansteckung mit humanen Papillomviren ist jederzeit möglich, vornehmlich durch Oralsex, was auch die Stimulation der weiblichen Gesundheit beeinflussen kann. Es ist unumstritten, dass die Zahl der Personen, die an Mundhöhlenkrebs erkrankt sind, in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Ob und in welchem Umfang diese Fälle auf Oralsex zurückzuführen sind, vornehmlich bei der Stimulation der Klitoris mit der Zunge, muss in weiteren Studien genauer untersucht werden.

Waren früher die meisten Tonsillenkarzinome durch häufiges Rauchen verursacht, so spielt heute das humane Papillomvirus die größte Rolle. Statistiken zeigen, dass sich die Zahl dieser HPV-positiven s.g. Tonsillenkarzinome in den letzten vierzig Jahren verdreifacht hat. Nach der Prognose der Studie ist zudem in den kommenden Jahrzehnten jeweils mit einer Verdopplung des Auftretens dieser Krebsart zu rechnen, was auch die Risiken bei Oralsex beim Mann betrifft.

Kann eine HPV-Infektion behandelt werden?

Es gibt keine spezifische Behandlung für eine HPV-Infektion selbst, aber es gibt Behandlungen für die durch HPV verursachten Gesundheitsprobleme, wie z. B. Gebärmutterhalskrebs und andere durch den Kontakt mit dem Penis im Mund übertragene Krankheiten wie Warzen und bestimmte Krebsarten, die durch Papillomaviren verursacht werden, sind ernsthafte Gesundheitsrisiken.

Sollte ich mich trotz Verhütung testen lassen?

Wenn Sie Bedenken haben, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt über einen HPV-Test oder andere Vorsorgeuntersuchungen im Zusammenhang mit verschiedenen Sexualpraktiken beraten.

Wie häufig tritt diese Form von Krebs auf?

Leider gibt es momentan keine verlässliche und genaue Angabe, wie häufig Patienten insgesamt von Mundhöhlenkarzinomen betroffen sind. Das Robert Koch-Institut untersucht jedoch regelmäßig verschiedene Krebsarten auf ihre Häufigkeit. Auch die Bundesärztekammer veröffentlicht Statistiken zu diesem Thema und kommt zu folgendem Schluss: Gemessen an der relativen Häufigkeit von Krebserkrankungen in Deutschland liegt der Krebs im Mund bei Männern an fünfter, bei Frauen an fünfzehnter Stelle. Jährlich gibt es etwa 10.000  Neuerkrankungen bei Männern und 3.800 bei Frauen zwischen dem 42. und dem 50. Lebensjahr. Mundhöhlenkarzinome sind zwar nur indirekt letal (=tödlich), dennoch liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate lediglich zwischen 43 und 50 Prozent, weshalb eine Früherkennung besonders wichtig ist.

Schutz durch Toys oder Gleitgel mit Geschmack? Welche Präventivmaßnahmen, insbesondere bei verliebten Pärchen in Ekstase, schützen vor Krebs im Mund durch Safer Sex?

Sowohl Oralsex wie Blasen als auch Zungenküsse sind grundsätzlich infektionsepidemiologisch nicht problemlos, da sie das Risiko erhöhen, sich im Intimbereich anzustecken, insbesondere bei häufig wechselnden Partnern. Durch den intensiven Mundschleimhautkontakt mit Penis oder Vagina kann die Mundschleimhaut verletzt werden, wobei über diese Eintrittspforte Infektionskrankheiten übertragen werden können. Beim Cunnilingus als auch durch Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischtaschen können Bakterien übertragen werden, die eventuell krebserregend sein können. Der Zahnarzt empfiehlt deshalb nach dem Oralverkehr in jedem Fall gründliches Zähneputzen und eine desinfizierende Mundspülung. Da ist doch gerade die schnelle und frühzeitige Keimabtötung wichtig, um Primärinfektionen, insbesondere durch humane Papillomaviren, und anhaltenden Tripper zu vermeiden sowie Mundgeruch im Rachenbereich zu verhindern. Primär sorgt eine regelmäßige Mundspülung dafür, dass ausgetauschte Bakterien zuverlässig abgetötet werden, was besonders wichtig ist für die Gesundheit im Dammbereich.

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Zudem empfiehlt es sich, die Zahnspange vor gewünschten perfekten Zungenküssen und Oralverkehr herauszunehmen, da sonst unangenehme Verletzungen der Mundschleimhaut entstehen können. Vom Oralsex (Oralverkehr) ist unmittelbar nach operativen Eingriffen (Zahnextraktion, Weisheitszahnentfernung, Wurzelspitzenresektion, Implantation) komplett abzuraten. Nachblutungen, Schmerzen und Infektionen könnten hierdurch hervorgerufen werden. Neben dem Oralverkehr sind auch Alkohol- und Tabakkonsum wichtige Risikofaktoren für das Entstehen von Krebs im Mund – sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit um etwa den Faktor 30, was beide Partner betrifft. Dies liegt nicht zuletzt an der regelmäßigen Berührung von Zunge und Lippen mit der Zigarette, jedoch ist auch Kautabak ein Faktor für ein gesteigertes Risiko. Entsprechend empfiehlt es sich, weitgehend auf Tabak und Alkohol zu verzichten, eine Vorsorgemaßnahme, die ebenso viele weitere Krankheiten verhindert. Die Verwendung mit Gleitgelen bietet keinen Schutz, insbesondere bei Oralverkehr und dem Kontakt mit der Eichel mit der Zunge, was das Verletzungsrisiko erhöht. Eine ordentliche Mundhygiene kann darüber hinaus dazu beitragen, die Risikofaktoren für ein Mundhöhlenkarzinom zu minimieren.

Besonders Tabak und Alkohol steigern das Risiko für Mundhöhlenkrebs. Verzicht auf beides und gründliche Mundhygiene helfen der Erkrankung vorzubeugen.Nicht belegt, aber unter Verdacht steht auch der einseitige Konsum von gebratenem Fleisch als weiterer Risikofaktor. Vor dem Entstehen des Karzinoms ist zunächst eine Veränderung des Gewebes typisch, die eine sogenannte "Präkanzerose" entstehen lässt. Präkanzerosen sind bereits mit dem bloßen Auge sichtbar und deswegen das für den Zahnarzt erste Indiz für Krebs im Mund. Heute kann ziemlich genau bestimmt werden, ob eine Kanzerose fakultativ oder obligat ist, also wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass daraus Krebs entsteht, vornehmlich bei aktivem Geschlechtsverkehr.

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Gibt es Impfungen gegen HPV?

Ja, es gibt Impfungen, die vor den gefährlichsten HPV-Stämmen schützen können. Diese Impfungen gegen humane Papillomaviren werden sowohl für Männer als auch für Frauen empfohlen und können das Risiko für bestimmte Krebsarten verringern.

Früherkennung als A und O zur Bekämpfung von Mundhöhlenkrebs

Eine Krebsfrüherkennung und die interdisziplinäre Behandlung in der Kieferchirurgie und Onkologie sind entscheidend für eine mögliche Genesung. Erste Anzeichen für einen bösartigen Tumor können z. B. unangenehmer Geruch im Mund sein.

Häufig ist der Zahnarzt der Erste, der Mundhöhlenkrebs durch Zufall im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. So gehört zu jeder zahnärztlichen Untersuchung die Mundhöhleninspektion nach tumorösen Veränderungen, wobei ein einfacher Krebstest durchgeführt wird, um mögliche Risiken wie die durch Oralsex übertragenen Infektionen zu erkennen. Für den Patienten ist es auch aus diesem Grund wichtig, einmal im Jahr die regelmäßige Prophylaxe und eine entsprechende Vorsorgeuntersuchung bei seinem Zahnarzt vornehmen zu lassen.

Ein erstes Anzeichen für die schleichende Krebserkrankung im Mund sind Veränderungen an der Schleimhaut wie s.g. Präkanzerosen.

Sollte sich nicht bereits ein eindeutig erkenn- und fühlbares Karzinom gebildet haben, können meist nur die auftauchenden Präkanzerosen Aufschluss über eine mögliche Entstehung von Krebs im Mund bringen. Rein symptomatisch handelt es sich hierbei um eine der schleichendsten Formen. Abgesehen von unspezifischen Schmerzen, plötzlich auftauchendem und andauerndem Mundgeruch sowie Sprechbehinderungen durch das neue Gewebe gibt es eigentlich keine Beschwerden.

Erkennt der Zahnarzt auffällige Veränderungen an der Mundschleimhaut, entnimmt er eine Probe, die im Labor untersucht wird.Erkennt der Zahnarzt bei seiner Untersuchung Abweichungen von der Norm, kann eine kleine Schleimhautexzision (Probeexzision) in Lokalanästhesie von der veränderten Schleimhaut im Mund entnommen werden. Im Anschluss erfolgt eine pathologisch-histologische Untersuchung, um etwaigen Mundhöhlenkrebs auszuschließen. Vor einer Behandlung von Krebs muss beim Zahnarzt eine Fokussuche in der Mundhöhle stattfinden. Hierbei werden alle tief kariös zerstörten Zähne durch eine Zahnextraktion entfernt.

Außerdem werden die Zähne auf etwaige chronische Entzündungen an der Wurzelspitze untersucht. Liegt eine chronische Entzündung am Zahn vor, wird eine Wurzelbehandlung notwendig sein, wenn durch orale Praktiken wie Fellatio oder Blaseninfektionen entstehen oder bei bestehender Wurzelfüllung eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt wird. Sollte sich durch eine Computertomografie oder Skelettszintigrafie allerdings ein Krebsverdacht bestätigen, erfolgt eine interdisziplinäre, stationäre Weiterbehandlung in der Kieferchirurgie und Onkologie.

  • Mundgeruch - welche Hausmittel können helfen?
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Das Untersuchungsverfahren in der Zahnarztpraxis

Wir setzen in der oralchirurgischen Zahnarztpraxis Dr. Seidel im Bedarfsfall sowie auf Wunsch zur Ausschlussdiagnostik von Krebs in der Mundhöhle eine moderne, schmerzfreie und zielsichere Untersuchungsmethode (Abstrich/Exfoliativzytometrie) ein. Sie wurde von den beiden Universitätsprofessoren Dr. Torsten W. Remmerbach (Universität Leipzig, Griffith University Brisbane) und Dr. Alfred Böcking (Universität Düsseldorf) entwickelt. Seit 1997 im klinischen Routineeinsatz, hat sie sich zur Früherkennung von Krebs im Mund- und Rachenraum bewährt. Durch die mehrmalige Wiederholung des Abstriches an der Tumor-Verdachtsstelle wird mit diesem Frühdiagnostiksystem eine hohe Sicherheit erreicht.

Ist die Diagnose eindeutig, muss natürlich so schnell wie möglich mit geeigneten therapeutischen Maßnahmen in der Kieferchirurgie begonnen werden. Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht, hat die Chance, dass ein Mundhöhlenkrebs noch im Anfangsstadium entdeckt wird, wodurch die Chancen auf eine vollständige Heilung deutlich verbessert werden können, insbesondere bei einem Risiko für sexuell übertragbare Infektionen.

Wie wird Mundhöhlenkrebs therapiert?

Die Behandlung eines Mundhöhlenkarzinoms hängt maßgeblich vom vorbezeichneten Stadium, der Lokalität der Erkrankung sowie einer möglicherweise bereits fortgeschrittenen Metastasierung ab, die durch Faktoren wie humane Papillomaviren beeinflusst werden kann. Besonders erwähnenswert sind hier die Lymphknoten, die oft in unmittelbarer Nähe zum veränderten Gewebe liegen und nicht selten als Erstes bei verschiedenen Sexualpraktiken angegriffen werden.

Je nach Stadium der Krebserkrankung wird der Krebs in der Mundhöhle entsprechend behandelt. Meist muss der Tumor großzügig entfernt werden.

Die radiologische Therapie kann aufgrund der weichen Gewebestruktur bei Mundhöhlenkrebs nur selten erfolgversprechend eingesetzt werden. Viel eher setzt man auf die großzügige Resektion des Tumors und eventueller Metastasen bis zur radikalen Neck-Dissection  (Radikaloperation: Entfernung aller Hals-Lymphknoten)oder die Entfernung ganzer Zungen- und Kieferteile. Da gutartige, also nicht metastasierende Karzinome bei Krebs im Mund so selten sind, gibt es keine nicht aggressiven Therapiemethoden.

Was passiert nach der Krebstherapie?

Da Kiefer, Zunge und Gaumen für die Bildung der Laute zuständig sind, kann es sein, dass nach dem Entfernen des bösartigen Gewebes die Sprechfunktion des Patienten eingeschränkt ist. Das bedeutet verständlicherweise einen starken Einschnitt in die persönliche Lebensqualität, weshalb häufig plastisch-rekonstruktive Maßnahmen, wie die Augmentation (Knochenaufbau) vorgenommen werden müssen.

Am Universitätsklinikum Erlangen werden allerdings Möglichkeiten erforscht, die notwendige Operation so vorzunehmen, dass die Sprachfähigkeit dadurch so wenig wie möglich eingeschränkt wird. Im Vorfeld wird daher die Sprachverständlichkeit mithilfe eines Spracherkennungssystems anhand einer Worterkennungsrate gemessen und durch ein Computerprogramm analysiert, um die Intensität der Kommunikation zu verbessern. Nach Auswertung der Daten sollen dann Rückschlüsse auf möglichst schonende und funktionserhaltende Therapieverfahren gezogen werden, um die Sprachfähigkeit auch bei schweren Krebserkrankungen optimal erhalten zu können.

  • Kieferaufbau - wann ist er notwendig und welche Kosten können anfallen?
  • Funktionen des Gaumens
  • Augmentation - wie ist der Ablauf und woher kommt das Knochenmaterial

Häufige Patientenfragen

Was genau versteht man unter Oralsex oder Oralverkehr?
Oralsex oder Oralverkehr bezeichnet sexuelle Praktiken, bei denen die Genitalien des Partners oder der Partnerin mit dem Mund, den Lippen und der Zunge stimuliert werden. Die zwei häufigsten Formen sind Cunnilingus (die orale Stimulation der Vulva) und Fellatio bzw. Blowjob (die orale Stimulation des Penis). Oralsex ist eine intime Form der sexuellen Begegnung, die sowohl als Vorspiel als auch als eigenständige sexuelle Praktik genossen werden kann. Die Stimulation erfolgt durch Lecken, Saugen oder sanftes Reiben mit Lippen und Zunge, was aufgrund der hohen Anzahl an Nervenenden in den Genitalien besonders intensive Empfindungen auslösen kann.
Was kostet ein kompletter Geschlechtskrankheiten-Test?
Ein umfassender Geschlechtskrankheiten-Test (STI-Komplettscreening) kostet als Selbstzahlerleistung in Deutschland meist zwischen 90 € und 300 €, abhängig vom Umfang der Laboruntersuchung (z.B. HIV, Syphilis, Hepatitis, Chlamydien, Gonorrhoe). Heimtests kosten oft etwa 98 € bis 149 €, während spezialisierte Checkpoints günstigere Pakete (ca. 40 €) anbieten.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, HIV durch Oralverkehr?
Die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung durch Oralsex ist sehr gering, aber nicht null; Schätzungen liegen oft zwischen 0 % und 0,04 % pro Akt, was bedeutet, dass das Risiko extrem niedrig ist, aber ein Restrisiko besteht, insbesondere bei Vorhandensein von Wunden oder Zahnfleischbluten. Das Risiko ist deutlich niedriger als bei ungeschütztem Vaginal- oder Analsex, aber es gibt Fälle, in denen eine Infektion durch Oralsex nachgewiesen wurde, und Kondome oder Dental Dams bieten den besten Schutz. Bei einer Person, die sich in antiretroviraler Therapie befindet und eine nicht nachweisbare Viruslast hat, ist das Risiko praktisch null, auch bei vaginalem oder analem Sex.
Wie viele Männer stehen auf Oralsex?
Oralsex ist bei Männern sehr beliebt, wobei Studien hohe Zustimmungsraten zeigen. Eine kanadische Studie ergab, dass 63 Prozent der befragten männlichen Studenten beim letzten heterosexuellen Verkehr Oralsex erhielten. Generell zeigt sich, dass Männer häufiger Oralsex erhalten als Frauen, wobei laut taz.de nur etwa jeder Zweite diese Praktik regelmäßig ausübt.
Ist Oralsex gut für die Frau?
Ob Oralsex als „gut“ empfunden wird, ist subjektiv, bietet jedoch für viele Frauen sowohl physiologische als auch psychologische Vorteile.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 08.04.2026 von Autor und Zahnarzt für Oralchirurgie Dr. med. dent. Frank Seidel. Tätig für den Raum Berlin, Brandenburg und Potsdam.

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