Zahnen beim Baby

Erstes Zahnen beim Baby: Der erste Schritt zum vollständigen Gebiss ist oftmals mit Schmerzen verbunden

Zahnen beim Baby - Die ersten Zähne brechen durchEltern sehen den Tag herbei, wenn Babys erstes Zähnchen durch das Zahnfleisch bricht. Die damit verbundenen Beschwerden können die ganze Familie auf Trab halten! Die im folgenden Ratgeber genannten Mittel helfen dem Baby beim Zahnen und lassen schlechte Laune schwinden.

Zahnen beim Baby: Die ersten Zähne brechen durch

Der Zeitpunkt des Durchbrechens der ersten Zähne durch das Zahnfleisch beim Baby ist verschieden. Einige Kinder kommen mit einem Zähnchen auf die Welt, dieser wird als Hexenzahn bezeichnet. Hebammen und Kinderärzte geben als durchschnittliches Alter für das Durchbrechen der Zähne im Frontbereich ein Alter von fünf bis sechs Monaten an. Bei vielen Kindern blitzt der erste Schneidezahn mit drei Monaten im Mund. Mama und Papa bekommen dies durch eine vermehrt schlechte Laune, durch Unruhe und Schmerzen sowie durch ständiges Quengeln, Finger in den Mund stecken oder Beißen mit. Wird das Baby noch gestillt, beißt es manchmal herzhaft zu, was Mama schmerzlich zu spüren bekommt. Dass die ersten Zähne nicht an Mama getestet werden dürfen, muss der Sprössling noch lernen!
In seltenen Fällen zeigen sich die ersten Zähne im Alter von zehn bis zwölf Monaten. Die Spannen zwischen den angegebenen Zeitpunkten sind normal und Eltern können beruhigt sein. Sind zum ersten Geburtstag noch keine Zähne in Sicht, kann der Zahnarzt das Babygebiss prüfen.

Das Baby wird zahnen: Anlagen der Zähnchen bereits vorhanden

Anlagen der Zähne beim MenschenDie Anlagen der Zähne sind bereits beim Fötus im Mutterleib per Ultraschall sichtbar. Aus den Keimen der Zähnchen erwachsen später 20 Milchzähne. Zuerst brechen die unteren Schneidezähne durch das Zahnfleisch, dann die oberen. Danach die unteren „zweiten“ Schneidezähne, ihnen folgen wiederum die oberen. Jetzt folgen im Unterkiefer die ersten Backenzähne, nach dem Durchbrechen der Gegenspieler im Oberkiefer folgen die Eckzähne im Unterkiefer. Diese Regel trifft bei den meisten Kindern zu. Interessant ist in dem Zusammenhang, dass die Milchzähne im Alter von fünf bis sechs Jahren in dieser Reihenfolge wieder ausfallen.
Wirkliche Schmerzen treten beim Kind meist nur bei den Schneidezähnen auf, auch die ersten Backenzähne machen sich unangenehm bemerkbar. Im Alter von zwei Jahren ist das Milchgebiss komplett, alle Milchzähne sind durchgebrochen.

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Zahnen beim Baby: Schlechte Laune garantiert

Wenn die ersten Zähne ist schlechte Laune ProgrammEs gibt Ausnahmen unter den Kindern, die problemlos zahnen. Das Baby wirkt wie immer, hat lediglich plötzlich einen Zahn im Mund. Die Regel ist das nicht, in den meisten Fällen werden Babys beim Durchbrechen der Milchzähne quengelig und unruhig. Experten gehen davon aus, dass die Schmerzen weniger vom Durchbrechen der Zähne herrühren als vielmehr vom Wachstum der Zähnchen im Kiefer. Drückt sich der Zahn durch die Knochenhaut des Kiefers, schmerzt das. Auch das Aufreißen des Zahnfleischs verursacht Schmerzen. Die Experten sind sich nicht einig. Zum Teil gehen sie davon aus, dass besonders Durchfall und Fieber nur indirekt mit dem Zahnen in Zusammenhang stehen. Der Grund: Ein Baby steckt beim Zahnen alles in den Mund, um die Schmerzen im Zahnfleisch zu kompensieren. Dabei gelangen verstärkt Keime in den Körper, das Immunsystem läuft auf Hochtouren. Daraus resultieren Magenverstimmungen, Durchfälle und Fieber. Andere Experten schätzen die Berichte von Eltern, deren Kind bei jedem Zahn unter einer begleitenden Erkrankung leidet, anders ein und bringen das Zahnen als Ursache für die Erkrankung ein.
Während ein Baby keine Probleme oder Schmerzen beim Zahnen hat, leiden andere Kinder extrem, wenn die ersten Zähne durchbrechen. Erste Anzeichen für das Zahnen sind rote Wangen beim Baby. Oft ist die Rötung einseitig und zeigt sich auf der Seite des durchbrechenden Zahns. Das Zahnfleisch ist geschwollen und rot. Das Baby drückt darauf herum und beißt auf alle Gegenstände, die es in den Mund bekommt. Die folgenden Symptome sind für das Zahnen beim Baby typisch:

  • Das Baby kaut und beißt sich auf die Finger.
  • Das Kind steckt alles in den Mund.
  • Das Baby produziert verstärkt Speichel, Shirt und Strampler sind ständig nass gesabbert.
  • Die Haut am Mund ist rot und wund.
  • Das Baby isst schlecht, hat keinen Appetit.
  • Das Kind hat schlechte Laune, schläft schlecht und quengelt viel.
  • Kleinigkeiten bringen das Baby zum Schreien.
  • Das Baby braucht die Nähe der Eltern mehr als üblich.


Jedes Kind ist individuell, daher treten die genannten Symptome nicht bei allen Babys auf. Bei manchem Baby sind die Zähnchen scheinbar über Nacht durchgebrochen, weder Appetit noch Laune deuteten auf das Wachstum der Zähne hin.

Schmerzen beim Zahnen erfolgreich lindern: Das hilft dem Baby

Der Durchbruch der ersten Zähne ist ein natürlicher Vorgang, den niemand beeinflussen kann. Mama und Papa verschaffen ihrem Baby Linderung, indem sie auf seine Bedürfnisse eingehen und ihm die Nähe geben, die es braucht. Ablenkung und Spaziergänge tun gut, das kuschelige Schlafen im gemeinsamen Bett lässt die Nächte ruhiger werden. Eltern helfen ihrem Kind aktiv, indem sie es beruhigen und ihm die Möglichkeit zum Beißen bieten. Schon das Herumkaufen auf einem Finger tut dem Kleinen gut. Schmerzen werden durch den Gegendruck gelindert, daher eignen sich weiche Kinderzahnbürsten ebenso zum Kauen. Das Kind kann variieren, ob es auf den soften Borsten oder auf dem silikonartigen Griff beißen möchte. Die Milchzähne brechen dadurch nicht schneller durch, die Massage wirkt aber direkt auf das Zahnfleisch und erzeugt den nötigen Druck. Die Zahnbürste bitte nur unter Aufsicht reichen, da sonst eine hohe Verletzungsgefahr besteht!
Hilfreich ist ein kühler, feuchter Waschlappen, der in den Mund genommen wird und das Zahnfleisch kühlt. Der kühle Beißring ist als Hilfe willkommen, darf aber nur im Kühlschrank gelagert werden. Keinesfalls in den Froster geben! Ein zu kalter Beißring führt zu Erfrierungen und schädigt das Zahnfleisch.
Die Apotheke bietet verschiedene Hilfsmittel für das Zahnen. Ein Zahnungsgel kann bei besonders großen Schmerzen aufgetragen werden. Es enthält zum Beispiel Lidocain und wirkt leicht betäubend. Mama oder Papa reibt das Gel auf das Zahnfleisch des Kindes – Essen sollte es danach nichts.
Die Homöopathie hat sich als wirksam im Kampf gegen Beschwerden beim Zahnen erwiesen. Hebammen und Heilpraktiker empfehlen beim Durchbrechen der Zähnchen bis zum Erscheinen aller Milchzähne:

  • Calcium phosphoricum
  • Chamomilla
  • Belladonna
  • Magnesium phosphoricum

Die genauen Potenzen und die Anzahl der zu verabreichenden Globuli nennt der Homöopath. Inzwischen kennen sich viele Kinderärzte mit der Behandlung der Milchzähne bzw. mit der Linderung von Schmerzen beim Durchbruch der Zähnchen aus, sodass kein gesonderter Gang zum Naturheilpraktiker nötig ist.
Die häufig empfohlene Veilchenwurzel ist wortwörtlich mit Vorsicht zu genießen und stellt Experten zufolge keine Alternative zu industriellen Beißringen dar. Die Gefahr der Verunreinigung ist dabei sehr groß, die Keime werden über die Mundschleimhaut schnell aufgenommen.

Pflege der Milchzähne

Pflege der Milchzähne ist wichtigManche Eltern sind der Meinung, die ersten Zähne bräuchten keine Pflege. Aus zahnärztlicher Sicht ist das falsch. Zum einen soll das Kind direkt nach dem Zahnen mit der Zahnbürste oder einem weichen Tuch in Berührung kommen und sich an die Pflege der Zähne gewöhnen. Zum anderen sind Milchzähne Platzhalter für die bleibenden Zähne. Sind die Zähnchen von Karies betroffen, verbleiben die auslösenden Bakterien im Mund. Die Anfälligkeit der bleibenden Zähne gegen Karies ist deutlich erhöht. Des Weiteren schädigen Kariesbakterien die bleibenden Zähne über die ersten Zähnchen hinaus. Eine tief gehende Karies ist schmerzhaft und schädigt das Gebiss ein Leben lang.
Milchzähne müssen gepflegt werden, wobei das erste Zähnchen mit einem Wattestäbchen zu reinigen ist. Das Kind gewöhnt sich dadurch an die tägliche Pflege, was ein späteres Putzen der Zähne erleichtert. Eine Fingerzahnbürste eignet sich zur ersten Pflege und bereitet das Kleine auf die Verwendung der Zahnbürste vor. Mit einer solchen sollten Eltern vorsichtig sein, wenn das Zahnen im Gange ist. Das Zahnfleisch ist dann sehr schmerzempfindlich! Die Pflege der Zähnchen darf nie negativ in Erinnerung bleiben.
Nachdem das Zahnen abgeschlossen ist oder wenn lediglich die hinteren Backenzähne fehlen, ist das Bürsten mit einer elektrischen Zahnbürste ratsam. Kinder halten selten still und die Verwendung der elektrischen Zahnbürste erleichtert Eltern die konsequente Pflege der Zähne. Kinder haben zudem mehr Spaß am Putzen und beginnen früher mit der selbstständigen Pflege der Zähne.
Ab einem Alter von zwei Jahren gehört das Kleine regelmäßig dem Zahnarzt vorgestellt. Dieser kontrolliert das Vorhandensein aller Zähne ebenso wie deren Unversehrtheit. Müssen bereits Milchzähne saniert werden, geschieht dies meist unter Teilanästhesie, um dem kleinen Patienten die Prozedur so angenehm wie möglich zu gestalten.

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Autor Dr. Frank Seidel

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 11.04.2019 von Autor Dr. Frank Seidel.

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