Retainer - Vor- und Nachteile

Erfolgreich gerade Zähne mit einer kieferorthopädischen Behandlung und Retainern sichern

Retainer, gelegentlich auch als Retentionsgeräte bezeichnet, sind kieferorthopädische Produkte, die dazu dienen, den Erfolg einer Zahnspangenbehandlung abzusichern und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Typen zu berücksichtigen. Andernfalls besteht nach der Behandlung das Risiko, dass die Zähne in ihre ursprüngliche Position zurückwandern. Fachleute sprechen in diesem Fall von einem Rezidiv, also dem Wiederauftreten eines unerwünschten gesundheitlichen Zustands, der erneute Behandlungsmaßnahmen erforderlich macht. Hier erfahren Sie, unter welchen Umständen der Einsatz der dünnen Metalldrähte sinnvoll ist, welche verschiedenen Arten verfügbar sind und was beim Tragen zu beachten ist. Außerdem finden Sie Informationen zu den Kosten des kieferorthopädischen Produkts und weiterführende Hinweise zu einer möglichen Kostenübernahme durch die Krankenversicherung oder eine bestehende Zahnzusatzversicherung.

Wie funktioniert ein Retainer?

Nach einer Zahnspangenbehandlung überprüft der Zahnarzt oder Kieferorthopäde (KFO), ob die Zähne in der gewünschten Position stabilisiert und ob die Klebestellen des Retainers optimal vorbereitet sind. Üblicherweise fertigt der Behandler zu diesem Zweck Bildaufnahmen an. Die folgenden Behandlungsschritte hängen davon ab, ob Sie ein festes oder herausnehmbares Retentionsgerät erhalten, welches dazu dient, die Zähne nach der kieferorthopädischen Behandlung in der richtigen Position zu halten.

Arten von Retainern – feste oder herausnehmbare Retainer?

Feste Retainer – Festsitzende Retainer (Draht)

Bevor der Mediziner einen festen Retainer bei Ihnen einsetzt, ist eine gründliche Zahnreinigung erforderlich, um die Klebestellen des Retainers sowie die Zähne optimal vorzubereiten. Besonders bei der Verwendung dieser Variante ist sicherzustellen, dass sich keine Plaque oder andere Rückstände am Gebiss befinden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Draht unzureichend an den Zähnen haftet, was den Behandlungserfolg gefährden würde, da sich die Zähne in ihre ursprüngliche Position zurückbewegen könnten, insbesondere wenn der Retainer später nur noch nachts getragen wird. Der Zahnarzt bringt das individuell angefertigte Retentionsgerät hinter den Frontzähnen an, das als dünner Zahn-Stabilisator fungiert und an die individuelle Zahnform angepasst und passiv ist. Die Maßarbeit ermöglicht es, dass sich der Retainer-Draht der natürlichen Krümmung des Kiefers, die sich bei jedem Menschen unterscheidet, anpasst und somit eine bessere Retention bietet. Der Behandler positioniert den Draht sorgfältig und stellt sicher, dass dieser perfekt sitzt und benachbarte Zähne sowie das Zahnfleisch nicht beeinträchtigt. Wenn der Patient Unannehmlichkeiten verspürt, nimmt der Arzt auf Wunsch weitere Anpassungen vor, um eine optimale Passform zu gewährleisten und die Stabilisierung ihrer Zähne zu unterstützen, sodass der Retainer spannungslos an die Innenseite des Gebisses sitzt.

Herausnehmbarer Retainer (Schiene)

Auch herausnehmbare Retentionsgeräte sind Unikate, die der Zahntechniker im Labor auf der Grundlage von Abdrücken und/oder digitalen Scans an den individuellen Bedürfnissen des Kiefers des Patienten anpasst. Sie bestehen üblicherweise aus schmalem Draht und Kunststoff, was ihre Anpassungsfähigkeit an die Innenseite der Zähne ermöglicht, sodass sie von Patienten selbstständig in den Mund eingesetzt werden können. Der Kieferorthopäde erklärt dem Patienten detailliert, worauf bei der Nutzung und Pflege mit einer Zahnbürste zu achten ist, nachdem der Retainer eingesetzt wurde, um Bakterien zu entfernen.

Welche Art bei Ihnen infrage kommt, hängt vom Grund der Behandlung ab: Bei starken Fehlstellungen der Frontzähne im Unterkiefer ist grundsätzlich eine festsitzende Variante erforderlich, die möglicherweise auch an die Zähne geklebt wird. Ursächlich dafür ist, dass das Rezidivrisiko in diesem Bereich des Kiefers besonders hoch ist, insbesondere nach der Behandlung mit einer Zahnspange eingesetzt. Bei den Frontzähnen des Oberkiefers ist die Gefahr einer erneuten Fehlstellung hingegen deutlich geringer, wenn Lingualretainer in der Stabilisierungsphase eingesetzt werden. Beim Zubeißen treffen die unteren Schneidezähne jedoch auf das Retentionsgerät, wodurch erhöhte physische Belastungen darauf einwirken. Dadurch lockert sich der dünne Metalldraht in dieser Kieferregion häufig, sodass üblicherweise die Verwendung eines herausnehmbaren Retainers indiziert ist, um die Zähne wieder in ihrer ursprünglichen Position zu stabilisieren.

Der Palatinalretainer – kann ein Dental-Retainer zur Retention im Oberkiefer oder Unterkiefer auch unsichtbar sein?

Ja – ein Retainer kann sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer weitgehend unsichtbar gestaltet werden: Bei herausnehmbaren Retainern gibt es transparente Kunststoffschienen (ähnlich einer dünnen Invisalign-Schiene), die nahezu unsichtbar sind und über die Zähne geschoben werden; bei festsitzenden Retainern wird häufig ein schmaler Draht auf der Rückseite der Vorderzähne (lingualer Retainer) befestigt, der von außen nicht sichtbar ist. Beide Varianten haben Vor‑ und Nachteile: transparente Schienen sind ästhetisch sehr unauffällig und leicht zu reinigen, müssen aber regelmäßig getragen und gewechselt werden, während linguale Drahtretainer dauerhaft halten können, aber sorgfältige Zahnreinigung und gelegentliche Kontrollen erfordern, da sich Plaque oder Lockerungen bilden können. Welche Lösung am besten geeignet ist, hängt von der Zahnstellung, dem Wunsch nach Unsichtbarkeit und der Mundhygiene ab – ein Beratungsgespräch mit dem Kieferorthopäden oder Zahnarzt klärt, ob ein unsichtbarer Retainer im Ober- oder Unterkiefer in Ihrem Fall empfehlenswert ist.

Warum ist ein Retainer vom Kieferorthopäden zur Stabilisierung der Zähne wichtig?

Studien belegen, dass Retainer die Erfolgswahrscheinlichkeit einer aktiven kieferorthopädischen Behandlung deutlich erhöhen (u. a. Lange, 2018).
Nachdem Patienten eine feste oder lose Zahnspange erhalten haben, befinden sich die Zähne zwar in der gewünschten Position, allerdings sind sie zu diesem Zeitpunkt nicht vollständig in der beabsichtigten Endposition fixiert. Sowohl der Kieferknochen als auch das umliegende Gewebe benötigen Zeit, um sich an die neue Zahnstellung anzupassen, was mehrere Jahre im Mund erfordern kann. Bei Patienten, die auf ein Retentionsgerät verzichten, besteht das erhöhte Risiko, dass sich die Zähne zurück in die ursprüngliche Position bewegen, besonders nach dem Einsatz der festen Zahnspange.
Der Einsatz einer Zahnspange führt zu einem natürlichen, aber langsamen Umbau des Kieferknochens im Bereich der Zahnwurzeln. Der Knochen sowie das umliegende Gewebe bilden einen Widerstand gegen diesen Umbauprozess, während die Schiene die Zähne stabilisiert und die Innenseite der Zähne geklebt wird.
Ein Retainer stellt sicher, dass Ihre Zähne nach einer Zahnspangenbehandlung dauerhaft in der neuen Position verbleiben und die Retention lebenslang gewährleistet ist. Mit Retentionsgeräten vermeiden Patienten langwierige und kostspielige Nachbehandlungen. Daher ist die Verwendung von Retainern nicht als bloße Vorsichtsmaßnahme anzusehen, sondern als integraler Bestandteil einer erfolgreichen kieferorthopädischen Therapie, um die Behandlung langfristig zu sichern.

Wieviel kostet ein Retainer – wie hoch sind die Kosten für Retainer?

Die Kosten unterscheiden sich je nach Typ und verwendetem Material, wobei die Krankenkasse die Kosten in den meisten Fällen teilweise übernehmen kann. Herausnehmbare Modelle fallen im Durchschnitt kostengünstiger aus als festsitzende Varianten. Zudem hängt der Preis vom verarbeiteten Material ab: Modelle aus Metall sind kostspieliger als solche aus Kunststoff.
Geringfügige Preisunterschiede bestehen zwischen verschiedenen Praxisstandorten innerhalb des Bundesgebiets sowie bei der Qualifikation des behandelnden Zahnarztes oder Kieferorthopäden, die auch die Kosten für Reparaturen des Retainers beeinflussen können.
Der Preis für herausnehmbare Retentionsgeräte, die dazu dienen, die Zähne in der richtigen Position zu halten, liegt bei 100 bis 300 Euro pro Kieferhälfte.

Wie viel kosten festsitzende Retainer?

Feste Modelle für Erwachsene kosten 150 bis 350 Euro pro Kieferhälfte, abhängig von der verwendeten Apparatur und davon, ob sie an die individuelle Zahnform angepasst und passiv sind. Bei den entsprechenden zahnmedizinischen Produkten für Kinder ist mit geringfügig höheren finanziellen Aufwendungen zu rechnen, insbesondere wenn es um Retainer im Oberkiefer geht, die durch Zahnzusatzversicherungen teilweise abgedeckt werden können.
Gelegentlich ist eine Reparatur notwendig, um die Funktionalität des Retainers sowie die Qualität der Behandlung aufrechtzuerhalten. Zu den häufigsten Ursachen, die Nacharbeiten erforderlich machen, zählt die Erneuerung von Klebestellen, mit denen der Zahnarzt oder Kieferorthopäde den schmalen Metalldraht befestigt, um die Retention zu sichern. Bei diesen Reparaturen müssen Patienten mit Kosten in Höhe von 20 bis 60 Euro pro Zahn rechnen.

Wie viel kosten herausnehmbare Retainer mindestens?

Die Kosten für einen Retainer können je nach Art und der Praxis stark variieren. Feste Modelle bewegen sich in einem Preisbereich von 150 bis 350 Euro pro Kieferhälfte, während herausnehmbare Modelle abhängig von Ausführung, Material usw. mit 100 bis 300 Euro zu Buche schlagen.

Kostenübernahme - Übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für festsitzende Retainer?

Die gesetzlichen Krankenkassen tragen üblicherweise nur die Kosten für herausnehmbare Varianten, die in einem Preisbereich von 150 bis 350 Euro pro Kiefer liegen. Allerdings ist in jüngster Zeit ein Umdenken zu beobachten: Die DAK-Gesundheit beteiligt sich beispielsweise seit Juli 2024 an den finanziellen Aufwendungen für feste Retainer, was die Nutzung dieser Art von Retainern fördert. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass weitere gesetzliche Krankenkassen, wie die DAK-Gesundheit, die Kosten für feste und herausnehmbare Modelle übernehmen werden.
Bei privaten Krankenversicherungspolicen ist auf die Ausgestaltung des Vertrags zu achten, insbesondere wenn Retainer zur Stabilisierung der Zähne erforderlich sind.
Wer eine Zahnzusatzversicherung mit dem Baustein „Kieferorthopädie“ abgeschlossen hat, kann mit einer vollständigen Übernahme der Kosten rechnen, einschließlich der Kosten für einen festsitzenden Retainer.
Bevor Sie sich vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden ein Retentionsgerät anfertigen lassen, sollten Sie Kontakt zu Ihrer Krankenversicherung aufnehmen, um abzuklären, ob die Möglichkeit einer (teilweisen) Kostenerstattung besteht.

Wie lange muss man feste und herausnehmbare Retainer tragen?

Um den optimalen Behandlungserfolg zu gewährleisten, sollten Patienten die festsitzenden Varianten dauerhaft tragen, während sie die Vor- und Nachteile eines herausnehmbaren Retainers abwägen, was je nach individuellen Bedürfnissen unterschiedlich sein kann.
Anders verhält es sich bei herausnehmbaren Retainern, die die Betroffenen nach der abgeschlossenen kieferorthopädischen Behandlung für mehrere Jahre verwenden und an der  Innenseite der Zähne befestigt werden.
Gelegentlich entscheiden sich Patienten gegen festsitzende Retentionsgeräte, da im Zeitverlauf auffällige Stellen an den Frontzähnen, vornehmlich am Eckzahn, entstehen können, die die Ästhetik beeinträchtigen. Da diese Bedenken in der Kieferorthopädie bekannt sind, vermittelt Ihnen Ihr Behandlungsteam spezielle Putztechniken, mit denen Sie ästhetische Auffälligkeiten vermeiden und Ihre Zähne optimal pflegen.

Reinigen von Retainern mit Zahnseide – wie lange hält ein Retainer-Draht?  

Bei sorgfältiger Pflege und einem angepassten Lebensstil kann ein Retainer-Draht, auch als dünnen Draht bekannt, eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren erreichen. Zu den Faktoren, die die Haltbarkeit des Retentionsgeräts beeinflussen, zählen die richtige Pflege mit einer Zahnbürste und die regelmäßige Nutzung, um die Zähne in ihrer neuen Position zu halten.

  • Materialqualität: Festsitzende Retainer-Drähte bestehen aus hochfestem Edelstahl oder speziellen, besonders langlebigen Legierungen. Dennoch sind bei langfristiger Nutzung kleiner Abnutzungserscheinungen und Brüche unvermeidbar, insbesondere wenn herausnehmbare Apparaturen verwendet werden, was die Stabilisierung nach der Zahnspange betrifft.
  • Zahnpflege: Mit einer regelmäßigen und gründlichen Mundhygiene verlängern Sie die Lebensdauer Ihres Retentionsgeräts und schützen Ihre Zähne und Kieferknochen. Verwenden Sie klassische Handzahnbürsten oder elektrische Zahnbürsten sowie Zahnseide, um Plaque und Speisereste zu entfernen und Ihre Zähne zu reinigen, insbesondere wenn Sie einen herausnehmbaren Retainer tragen. Eine unzureichende Mundhygiene führt zur Ausbreitung schädlicher Bakterien im Mundraum und kann die Stabilisierung der Zähne gefährden. Diese schädigen Ihre Zähne, Ihr Zahnfleisch sowie den eingesetzten Draht, besonders wenn Retainer aus Draht nicht richtig getragen werden und Reparaturen des Retainers notwendig werden, was zusätzliche Kosten für einen Retainer verursachen kann. Außerdem wirken sich Karies und Zahnfleischerkrankungen ungünstig auf die Lebensdauer des Retainers aus, was dessen Funktion als Zahn-Stabilisator beeinträchtigen kann, sowie die Qualität des Retainerdrahtes.
  • Nachuntersuchungen: Mit regelmäßigen Kontrollterminen beim Zahnarzt und/oder Kieferorthopäden verlängern Sie nicht nur die Lebensdauer, sondern sichern auch den langfristigen Erfolg Ihrer kieferorthopädischen Behandlung ab. Ihr Behandler überprüft bei jedem Termin, ob der Draht weiterhin fest an Ihren Zähnen haftet. Zudem untersucht er den Retainer auf Anzeichen von Beschädigungen und Verschleiß, um die Retention der Zähne nach einer korrektur zu gewährleisten und die Klebestellen des Retainers zu überprüfen. Sofern dies erforderlich ist, rät Ihnen Ihr Zahnarzt oder Kieferorthopäde, das Retentionsgerät reparieren zu lassen oder auszutauschen, um die Stabilisierung der Zähne je nach individuellen Bedürfnissen zu sichern.
  • individuelle Belastungen: Wenn Sie häufig harte Nahrungsmittel zu sich nehmen oder Ihr natürliches Gebiss anderen mechanischen Belastungen ausgesetzt ist, wirkt sich dies ebenfalls negativ auf die Lebensdauer des Drahts aus. Bruxismus (Zähneknirschen) stellt einen besonderen, aber mittels einer Zahnschiene behandelbaren Risikofaktor dar, der die Stabilisierung Ihrer Zähne gefährden kann, insbesondere wenn Retainer nicht rund um die Uhr getragen werden.

Kontrolle – Können sich die Zähne trotz Retainer verschieben?

Retentionsgeräte können ein Rezidiv nach einer Zahnspangenbehandlung nicht mit absoluter Sicherheit verhindern, insbesondere wenn die Patienten den herausnehmbaren Retainer nicht regelmäßig tragen und an der Innenseite der Zähne befestigt ist. Die Studienlage belegt jedoch, dass Sie das Rezidivrisiko mithilfe eines Retainers signifikant verringern können, besonders wenn dieser von Eckzahn zu Eckzahn eingesetzt wird. Langfristige Untersuchungen zeigen, dass die Rezidivquote bei Verwendung eines Retentionsgeräts nach 20 Jahren bei etwa 2,0 % liegt, vornehmlich, wenn die Retainer regelmäßig getragen werden, um eine Dauerretention zu gewährleisten. Zum Vergleich: Verzichten Patienten auf das kieferorthopädische Produkt, beträgt der Wert rund 85 %, während die Verwendung eines Retainers die Zähne in der neuen Position stabilisieren kann. Mit den folgenden Maßnahmen reduzieren Sie das Risiko eines Rezidivs und sorgen dafür, dass der Retainer zur Stabilisierung der Zähne nach dem Abschluss einer kieferorthopädischen Behandlung eingesetzt wird.

  • Achten Sie darauf, herausnehmbare Retentionsgeräte möglichst häufig zu tragen, wenigstens in jeder Nacht, um die Tragezeit zu maximieren.
  • Zögern Sie nicht, Ihr Praxisteam um nachträgliche Anpassungen zu bitten. Wenn Sie Ihr Retentionsgerät einige Tage lang getragen haben und feststellen, dass es Unannehmlichkeiten verursacht, sind oftmals Nacharbeiten notwendig, da Retainer optimal angepasst und passiv und spannungslos sitzen müssen. Ein nachhaltiger Behandlungserfolg hängt wesentlich von der Compliance des Patienten ab, die sich wiederum nur durch ein optimales Tragegefühl erreichen lässt.
  • Im Verlauf des Lebens verändert sich der Kiefer kontinuierlich, was die Notwendigkeit eines Retainers zur Korrektur von Zahnfehlstellungen unterstreicht, insbesondere in den ersten zwei Jahren nach der Behandlung. Zu den Gründen zählen Zahnverschleiß, Zahnverlust und andere natürliche Prozesse. Dadurch verschieben sich die Zähne auch dann, wenn Sie ein Retentionsgerät tragen und alle Tipps zur Pflege beachten, wie das regelmäßige Einsetzen.
  • Wenn Sie unter Bruxismus oder dem Kiefergelenksyndrom leiden, ist eine Therapie dieser Grunderkrankungen ratsam, um das Risiko eines Rezidivs zu minimieren und die Zähne in ihrer neuen Position zu stabilisieren.
  • Nach umfangreichen kieferorthopädischen Behandlungen benötigt der Kiefer mehrere Monate oder Jahre, um sich vollständig zu stabilisieren. In diesen Fällen kommt es trotz der Verwendung eines Retainers zu leichten Zahnverschiebungen. Derart umfassende kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen machen eine engmaschige Nachkontrolle unentbehrlich. Deshalb achten Patienten besonders darauf, alle Vorsorge- und Kontrolltermine gewissenhaft wahrzunehmen, um sicherzustellen, dass die Zähne in ihrer neuen Position bleiben und die Zähne ein Leben lang gesund bleiben.

Vor- und Nachteile von Retainern in der Kieferorthopädie

Retainer bieten verschiedene Vor- und Nachteile, insbesondere in Bezug auf die Rückstellung der Zähne. Zu den Vorteilen gehört, dass sie helfen, das Ergebnis der Behandlung zu stabilisieren und das Risiko eines Rückfalls zu minimieren. Sie sind in verschiedenen Formen erhältlich, darunter herausnehmbare und feste Modelle, was den Patienten Flexibilität bietet. Allerdings gibt es auch Nachteile, wie die Notwendigkeit, Retainer regelmäßig zu tragen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, und das Risiko von Unannehmlichkeiten oder Anpassungsproblemen, insbesondere während der Tragezeit. Zudem können Retainer in einigen Fällen zu einer gewissen Einschränkung der Mundhygiene führen, da sie zusätzliche Pflege mit Zahnseide oder Interdentalbürsten erfordern. Die Entscheidung für oder gegen einen Retainer sollte daher sorgfältig abgewogen werden, um die bestmögliche Zahngesundheit zu gewährleisten, insbesondere bei Patienten, die eine Zahnspange getragen haben.

Zusammenfassung – mithilfe eines Retainers den Erfolg einer festen Zahnspange langfristig absichern

Aus kieferorthopädischer Sicht ist der Einsatz eines Retainers nach einer erfolgreichen Zahnspangenbehandlung dringend zu empfehlen, um die Zähne nach einer kieferorthopädischen Behandlung zu stabilisieren. Verschiedene Studien, die ein deutlich verringertes Rezidivrisiko feststellen, untermauern diese Empfehlung für festsitzende und herausnehmbare Retainer. Je nach Kieferregion und Behandlungsindikation kommt ein herausnehmbarer Retainer oder ein festsitzendes Retentionsgerät für Sie infrage, um die Zähne stabil zu halten und die Zahnform zu bewahren. Indem Sie eine gründliche Mundhygiene betreiben, Kontrolltermine wahrnehmen und Grunderkrankungen wie Bruxismus oder das Kiefergelenksyndrom behandeln lassen, erhöhen Sie die Lebensdauer des Retainer-Drahts.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen oftmals nur die Kosten für herausnehmbare Varianten der Stabilisierung nach der Zahnspange. Derzeit ist ein Paradigmenwechsel zu beobachten: Immer mehr Versicherungen beginnen, die finanziellen Aufwendungen für festsitzende Retentionsgeräte zumindest teilweise zu übernehmen. Der wichtigste Grund für dieses Umdenken dürfte die deutliche und nachweisbare Wirksamkeit von Retainern darstellen. Schließlich profitieren nicht nur Sie als Patient von geringen Rezidivquoten und ausbleibenden Nach- und Neubehandlungen, sondern auch die Krankenversicherungen durch die Stabilisierung der Zahngesundheit.

Häufige Patientenfragen

Was sind die Vor- und Nachteile von herausnehmbaren Retainern?
Herausnehmbare Retainer bieten den Vorteil, dass sie leicht gereinigt werden können und den Patienten mehr Flexibilität bieten. Ein Nachteil ist jedoch, dass sie leicht verloren gehen oder beschädigt werden können, wenn sie nicht ordnungsgemäß gehandhabt werden.
Wie pflegt man einen Retainer richtig?
Die richtige Pflege eines Retainers ist entscheidend, um die neu positionierten Zähne in ihrer ursprünglichen Position zu halten, nachdem sie durch eine aktive kieferorthopädische Behandlung korrigiert wurden. Der Retainer sollte regelmäßig gereinigt werden, um Verschleiß und Ablagerungen zu verhindern. Beim Einsetzen des Retainers und dessen Entfernung ist Vorsicht geboten, um Beschädigungen zu vermeiden. Ein Retainer wird auf Basis der Art des Retainers oft nachts getragen, um sicherzustellen, dass sich die Zähne nicht in ihre alte Position zurückbewegen.
Sind Retainer wirklich sinnvoll?
Ja, ein Retainer ist extrem sinnvoll und fast immer notwendig, um den Erfolg einer Zahnspangenbehandlung zu sichern, da Zähne ohne Stabilisierung innerhalb weniger Jahre zu bis zu 90 % in ihre ursprüngliche Position zurückwandern können. Er hält die Zähne in der neuen Position, bis sich Knochen und Gewebe stabilisiert haben, und verhindert so ein Rezidiv (Rückfall) der Fehlstellung, was durch festsitzende Drähte oder Schienen erreicht wird.
Wie lange hält ein Retainer Draht?
Ein festsitzender Retainer-Draht hält oft viele Jahre bis lebenslang, da er fest auf die Zähne geklebt wird, aber regelmäßige Kontrollen sind wichtig, da er sich mit der Zeit lösen oder Materialermüdung zeigen kann, während herausnehmbare Retainer (Schiene oder Draht) 1–2 Jahre intensiv, danach bei Bedarf, getragen und meist 2–5 Jahre halten, bevor sie durch Verschleiß getauscht werden müssen.
Welche Nachteile hat ein Draht-Retainer?
Nachteile eines Draht-Retainers sind die erschwerte Zahnpflege (erhöhte Plaque- und Zahnsteinbildung), das Risiko der Beschädigung durch harte Lebensmittel, mögliche Beeinträchtigungen beim Sprechen oder Essen (obwohl meist gering), die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen beim Kieferorthopäden und dass die Kosten meist nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Zudem kann ein gelöster oder verbogener Draht ein Verschluckungsrisiko darstellen und muss sofort repariert werden.
Wie viel kostet ein Retainer beim Zahnarzt?
Retainer-Kosten liegen meist zwischen 100 und 500 € pro Kiefer, abhängig von Art (fest/herausnehmbar) und Material; festsitzende Drähte sind oft teurer (ca. 200–500 €), während einfache Schienen günstiger sind (ab 100€). Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten meist nur bei unter 18-Jährigen, wenn die Behandlung medizinisch notwendig war (KIG-Stufen 3–5). Reparaturen kosten extra (ca. 20–60 € pro Zahn).

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 08.04.2026 von Autor und Zahnarzt für Oralchirurgie Dr. med. dent. Frank Seidel. Tätig für den Raum Berlin, Brandenburg und Potsdam.

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