Zahnfleischschmerzen
Ursachen der Zahnfleischerkrankung – Behandlung von Zahnfleischschmerzen durch Entzündung und Zahnfleischschwund
Zahnfleischschmerzen können verschiedenste Ursachen haben. Diese reichen von einer Verletzung des Zahnfleisches bis zu entzündlichen Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose. Dauern Zahnfleischschmerzen oder ein allgemeiner Zahnschmerz über einen Zeitraum von mehr als 14 Tagen an, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden.
Was sind Zahnfleischschmerzen und die Ursachen
Schmerzt das Zahnfleisch bei Berührung oder auf Druck und kann der Druckschmerz genau lokalisiert werden, handelt es sich in den meisten Fällen um einen entzündlichen Prozess am Zahnfleisch. Die Ursachen reichen von schlecht sitzendem Zahnersatz bis zu durch Bakterien verursachten Entzündungen oder einer leichten Verletzung durch scharfkantige Nahrungsmittel wie Brötchen. Treten die Zahnfleischschmerzen akut auf und klingen innerhalb kurzer Zeit wieder ab, dürfen sie ignoriert werden. Kommt es jedoch immer wieder zu Schmerzen am Zahnfleisch oder dauern die Zahnfleischschmerzen über mehrere Tage an, ist eine zahnärztliche Untersuchung zur Abklärung der genauen Ursache nötig.
Nur ein Zahnarzt kann zuverlässig abklären, ob es sich um einen harmlosen entzündlichen Prozess des Zahnfleisches handelt oder ob sofort eine Behandlung eingeleitet werden muss, um ein Fortschreiten einer bestehenden Erkrankung zu verhindern. Vor allem in der Schwangerschaft bilden sich gerne leichte Zahnfleischentzündungen, die bereits im frühen Stadium behandelt werden müssen. Hauptursache der meisten entzündlichen Prozesse des Zahnfleisches ist eine mangelnde Mundhygiene.
Symptome bei Zahnfleischschmerzen
Wie die Ursachen können auch die Symptome bei Zahnfleischschmerzen sehr unterschiedlich sein. Fühlt sich die Stelle druckempfindlich und heiß an und liegt sie im hintersten Kieferbereich, kann dies bei jungen Erwachsenen auf den Durchbruch eines Weisheitszahns hinweisen. Zahnfleischbluten beim Zähneputzen weckt den Verdacht einer Zahnfleischentzündung.
Eine Fistel am Zahnfleisch verursacht in seltenen Fällen Schmerzen am Zahnfleisch, sondern vorwiegend ein unangenehmes Druckgefühl, und zeigt sich als Bläschen auf dem Zahnfleisch. Besonders schmerzhaft ist eine Herpes-Infektion, die sogenannte Mundfäule. Sie betrifft bevorzugt Babys und ist durch Bläschen und einen gelblichen Belag in der gesamten Mundhöhle erkennbar, oft in Verbindung mit einem Pilz.
Bevorzugt zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr tritt eine Sonderform der
Gingivitis auf, die sogenannte Plaut-Vincent-Gingivitis (ANUG). Diese Erkrankung wird durch mehrere Bakterien ausgelöst und ist außergewöhnlich schmerzhaft. Die Symptome sind akut auftretende starke Schmerzen am Zahnfleisch, ein fauler metallischer Geschmack im Mund und hohes Fieber. Das Zahnfleisch ist im Zahnzwischenraum massiv gerötet.
Erkrankung Zahnwurzelentzündung als Ursache
Eine Zahnwurzelentzündung verursacht Schmerzen im Bereich des Zahnfleisches. Eine Wurzelbehandlung ist im Falle einer Zahnwurzelentzündung unumgänglich. Dabei wird der Kieferknochen nicht geöffnet. Schmerzempfindlichen Patienten bieten wir die Möglichkeit, die Wurzelbehandlung in Sedierung oder Vollnarkose durchzuführen.
Häufige Folgebeschwerden von Zahnfleischschmerzen
Während kleine, schmerzhafte Verletzungen am Zahnfleisch innerhalb von ein bis zwei Tagen ohne weitere Folgen abheilen, stellen durch Bakterien hervorgerufene Zahnfleischentzündungen unbehandelt eine große Gefahr für die Gesundheit der Zähne dar. Vor allem die Gingivitis kann sich unbehandelt zur Parodontitis entwickeln. Die Folgen sind der Abbau des Kieferknochens, starke Zahnschmerzen durch die Lockerung der Zähne als Folge des Knochenabbaus bis hin zum Verlust ansonsten gesunder Zähne wegen eines Verlustes des Zahnhalteapparates (Parodont).
Behandlung von Zahnfleischschmerzen
Im ersten Schritt erfordern Zahnfleischschmerzen eine genaue Diagnose. Ergibt die Diagnose eine Gingivitis, ist der nächste Schritt eine professionelle Zahnreinigung. Mit dieser speziellen Zahnreinigung werden entzündungsfördernde Beläge und Bakterien entfernt.
Bei massiven Entzündungen mit tiefer Taschenbildung ist eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich, der im Anschluss eine Zahnfleischbehandlung folgt.
Erkrankungen, wie die Sonderform der Gingivitis, ANUG, werden mit schmerzstillenden und fiebersenkenden Mitteln sowie Bettruhe behandelt. Sind örtliche Verletzungen durch Gegenstände oder Verbrennungen durch zu heiße Getränke oder Speisen die Ursachen, ist die Behandlung der ersten Wahl eine Wundsalbe und Spüllösungen.
Präventive Maßnahmen gegen Zahnfleischschmerzen
Die einzige präventive Maßnahme gegen Entzündungen des Zahnfleisches und damit verbundene Schmerzen ist eine gründliche Mundhygiene, die auch die Verwendung von Zahnseide umfasst. Sie verhindert die Vermehrung krankheitsfördernder Bakterien und von schädigenden Belägen im Mundraum. Ergänzt wird die sorgfältig durchgeführte Reinigung der Zähne durch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Arzt.
Risikofaktoren für Schmerzen am Zahnfleisch
Risikofaktoren für Schmerzen am Zahnfleisch (Zahnfleischschmerzen) umfassen eine Reihe von Ursachen: unzureichende Mundhygiene mit Plaque- und Zahnsteinbildung, die zu Gingivitis oder Parodontitis führt; schlechtes oder zu hartes Zähneputzen, das das Zahnfleisch reizt; Zahnfleischentzündungen durch bakterielle Infektionen, Abszesse oder eingeschlossene Essensreste; hormonelle Veränderungen in Schwangerschaft oder Pubertät, die das Zahnfleisch empfindlicher machen; systemische Erkrankungen wie Diabetes, die die Heilung beeinträchtigen;
- bestimmte Medikamente (z. B. Antikonvulsiva, Immunsuppressiva), die Zahnfleischwucherungen oder Trockenheit im Mundraum verursachen können.
- Mangel an Vitamin C oder anderen Nährstoffen.
- schlecht sitzender Zahnersatz oder Zahnspangen, die Druckstellen und Reizungen hervorrufen.
- Tabak- und Alkoholkonsum, der die Durchblutung und Immunantwort schwächt.
- sowie Stress und geschwächtes Immunsystem, die Infektionen begünstigen.
Bei anhaltenden, starken oder wiederkehrenden Zahnfleischschmerzen ist eine zahnärztliche Untersuchung wichtig, um die Ursache zu klären und eine geeignete Behandlung wie professionelle Zahnreinigung, Antibiotika, Anpassung des Zahnersatzes oder Parodontaltherapie einzuleiten.
Hausmittel gegen Zahnfleischschmerzen
Hausmittel gegen Zahnfleischschmerzen können oft schnell Linderung bringen, etwa durch warmes Salzwasser zum Spülen, eine kalte Kompresse gegen Schwellungen, das Auftragen von Nelkenöl oder Teebaumöl zur lokalen Schmerzlinderung, antibakterielle Mundspülungen auf Basis von Chlorhexidin oder Mundspülungen mit Kamillentee sowie durch schonende Zahnpflege mit einer weichen Zahnbürste und fluoridhaltiger Zahnpasta; zusätzlich helfen eine entzündungshemmende Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und das Vermeiden von Reizstoffen wie Tabak und Alkohol, und bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, um Ursachen wie Gingivitis, Parodontitis oder Abszesse abzuklären.
Häufige Patientenfragen
- Was sind die häufigsten Ursachen für Zahnfleischschmerzen und wann können sie länger als eine Woche anhalten?
- Zahnfleischschmerzen können durch Gingivitis, Parodontitis, Aphthen, Verletzungen beim Zähneputzen, Zähneknirschen oder hormonelle Veränderungen entstehen. Wenn die Beschwerden länger als eine Woche anhalten, auf zunehmende Rötung, geschwollenes Gewebe, Eiter, veränderten Geschmacksinn oder Fieber hinweisen, sollte ein Besuch beim Zahnarzt erfolgen, da sonst Zahnverlust oder sogar eine Blutvergiftung möglich werden können.
- Wie erkenne ich, ob mein entzündetes Zahnfleisch durch Plaque oder Mikroorganismen verursacht wird?
- Plaque und schädliche Mikroorganismen führen typischerweise zu Rötung, geschwollenem Zahnfleisch, Bluten beim Putzen und Zahnfleischtaschen. Eine professionelle Untersuchung beim Zahnarzt inklusive Messung der Zahnfleischtaschen und gegebenenfalls mikrobieller Tests klärt die Ursache und das weitere Vorgehen.
- Welche Sofortmaßnahmen helfen, wenn das Zahnfleisch schmerzhaft ist und pelzig im Mund wirkt?
- Sanftes Reinigen mit einer weichen Bürste, regelmäßiges Zähneputzen, eine milde Mundspülung ohne Alkohol, schmerzlindernde Salbe oder kühlende Kompressen können kurzfristig lindern. Bei Verdacht auf Aphthen oder Virus-Infektion (z. B. Herpes) sind spezielle Mundspülungen oder antivirale Behandlungen sinnvoll; bei starker Verschlechterung zum Zahnarzt gehen.
- Wann ist eine professionelle Zahnreinigung oder Ultraschallbehandlung beim Zahnarzt nötig?
- Wenn Plaque und Zahnstein zur Entzündung geführt haben oder Zahnfleischtaschen bestehen, ist ein Schritt mit einer professionellen Zahnreinigung oft notwendig. Ultraschallgeräte werden eingesetzt, um Zahnstein gründlich zu entfernen und die Entzündung zu reduzieren; oft vermeidet das späteren Zahnverlust.
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