Gelbe Zähne

Gelbe Zähne? Woher sie stammen und was Sie dagegen tun können

Gelbe Zähne bekommt der Zahnarzt weißHeute gilt ein strahlend weißes Lächeln mehr denn je als Schönheitsideal. Weiße Zähne stehen für disziplinierte Pflege, gesunde Ernährung und für eine intakte Gesundheit. Mittlerweile sind weiße Zähne sogar zu einem regelrechten Statussymbol geworden, die Intelligenz, Selbstbewusstsein und Erfolg versprechen.

So konnten Studien und Untersuchungen belegen, dass Personen mit schönen, weißen Zähnen bessere Aussichten auf einen Job sowie soziale Kontakte haben. Die Werbung und die modernen Medien tun ihr Übriges dazu, den Wunsch nach weißen und strahlenden Zähnen zu wecken. Viele Personen empfinden ihre natürliche Zahnfarbe oftmals als zu gelb.

Doch was sind eigentlich die Gründe für gelbliche Zahnverfärbungen und was lässt sich dagegen unternehmen?

Wie kommt es zu gelben Zähnen?

Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Ursachengruppen von Zahnverfärbungen unterscheiden. So können gelbe Zähne extrinsische und intrinsische Ursachen haben.

In der Fachsprache werden Verfärbungen an den Zähnen, die ihren Ursprung im Inneren des Zahnschmelzes oder des Zahnbeins haben, als intrinsische Zahnverfärbungen bezeichnet. Solche Zahnverfärbungen können bereits bei der Entwicklung der Zähne im Kindesalter entstehen, jedoch auch später, beispielsweise durch die verwendeten Materialien bei einer Wurzelfüllung. Sie können aber auch Folge des natürlichen Alterungsprozesses sein.

Dahingegen sind extrinsische Verfärbungen der Zähne Farbveränderungen auf dem Zahn, die sich beispielsweise durch Farbpartikel erklären lassen. Zu den Auslösern hierfür zählen bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, doch auch bestimmte Mundspüllösungen oder Medikamente können für extrinsische Zahnverfärbungen verantwortlich sein.

Generell ist jedoch zu beachten, dass die Zahnfarbe bei jedem Menschen bereits genetisch festgelegt ist. Manche Menschen neigen aufgrund ihrer Veranlagung daher eher zu gelben Zähnen als andere Personen. Unabhängig davon hat der Lebensstil großen Einfluss auf die Farbe der Zähne.

Die Gründe für gelbe Zähne im Detail

In den meisten Fällen gibt es nicht nur einen einzigen Grund, warum sich die Zähne eines Menschen ins Gelbliche oder Bräunliche verfärben. Vielfach spielt die Kombination aus mehreren Faktoren für diese Entwicklung eine Rolle.

Faktor 1: Lebensmittel

Einige Speisen können eine Verfärbung der Zähne begünstigen. Zu nennen sind hier beispielsweise Safran, Kurkuma, Essig, Curry, dunkle Beeren oder Ketchup. Auch Zitrusfrüchte und Sojasauce können zu einer gelblichen Verfärbung der Zähne führen.

Faktor 2: Getränke

Rotwein kann zu Zahnverfärbungen führenGelbe Zähne können das Resultat eines regelmäßigen Konsums gewisser Getränke sein. Hier sind in erster Linie Kaffee, Rotwein, Schwarztee und Cola zu nennen.

Faktor 3: Tabak

Generell ist der Konsum von Zigaretten und anderen Tabakprodukten bekanntlich sehr schädigend für die Gesundheit. Der in Zigaretten enthaltene Teer, das Nikotin sowie weitere Substanzen, die im Tabakrauch vorhanden sind, führen zu gelblichen oder bräunlichen Verfärbungen der Zähne. Zusätzlich bewirkt Tabak, eine vermehrte Ablagerung von Zahnstein.

Faktor 4: Mundspüllösungen

Eigentlich geht man als Verbraucher davon aus, dass Mundspüllösungen förderlich für die Mundhygiene sein sollten. Doch auch diese Lösungen können gelbliche Verfärbungen auf den Zähnen verursachen. Dies kann dann geschehen, wenn die Lösungen Zinnfluorid oder Chlorhexidin enthalten und regelmäßig angewendet werden.

Faktor 5: Zahnstein

Zahnbelag bildet sich nach jeder Mahlzeit. Die Folge der Kombination aus Speiseresten, Speichel und Bakterien ist ein dünner Biofilm auf den Zähnen, der sich in Form von Zahnbelag auf den Zähnen festsetzen kann. Der Belag wandelt sich anschließend in Zahnstein um, der zu einer grau-gelblichen Verfärbung der Zähne führt und darüber hinaus negative Auswirkungen auf die gesamte Zahngesundheit hat.

Faktor 6: Medikamente

Auch Medikamente können zu gelblichen Verfärbungen an den Zähnen führen. Dies kann vor allem bei der Einnahme von bestimmten Antibiotika der Fall sein. So ist etwa das Antibiotikum Tetracyclin dafür bekannt, dass es braune oder grau-gelbliche Verfärbungen auf den Zähnen hinterlässt. Jedoch führen auch andere Medikamente, wie etwa Neuroleptika, Medikamente gegen Bluthochdruck oder Antihistaminika zu einer Gelbfärbung der Zähne.

Faktor 7: Mundhygiene

Vernachlässigt man die regelmäßige Reinigung der Zähne oder putzt nicht gründlich genug, bietet dies idealen Nährboden für Bakterien, die Plaque und Zahnstein auslösen. Solcher Zahnbelag führt dann zu einer Gelbfärbung der Zähne.

Faktor 8: Falsche Zahnreinigung

Auch wenn man ambitioniert und regelmäßig die Zähne putzt, dies aber falsch ausführt, können gelbliche Verfärbungen der Zähne die Folge sein. Wird zu viel Druck beim Putzen ausgeübt, führt dies zum Abtragen des Zahnschmelzes. Umso dünner und damit transparenter dieser Zahnschmelz wird, umso sichtbarer ist dann das gelbliche Dentin, das durch die Zähne durchschimmert und den Eindruck gelblicher Zähne hinterlässt.

Faktor 9: Altersbedingte Verfärbung der Zähne

An allen Dingen im Leben nagt der Zahn der Zeit; auch bei den Zähnen verhält sich dies nicht anders. So sind gräuliche bis gelbliche Verfärbungen an den Zähnen Teil des natürlichen Alterungsprozesses. Jeden Tag werden die Zähne ein wenig mehr abgenutzt und der weiße schützende Zahnschmelz verblasst im Laufe der Jahre, was zu einer allmählichen Verfärbung der Zähne führt.

Faktor 10: Genetik

Die Gene eines Menschen haben ebenso Einfluss auf die Zahnfarbe sowie den Alterungsprozess der Zähne. So ist es genetisch festgelegt, wie dick und transparent die jeweiligen Zähne sind. Dies wiederum hat direkten Einfluss auf deren Farbe.

Was tun gegen gelbe Zähne?

Es gibt verschiedene Methoden und Möglichkeiten, um etwas gegen gelbe Zähne zu unternehmen. Im folgenden Abschnitt konzentrieren wir uns auf bekannte Hausmittel und deren Wirksamkeit sowie professionelle Unterstützung durch den Zahnarzt.

Welche Hausmittel können gegen gelbe Zähne helfen?

Zu den bekannten Hausmitteln, um die Zähne aufzuhellen, zählen neben Kochsalz und Backpulver auch Zitrone, Sonnenblumenöl, Natron und zerdrückte Erdbeeren. In diesen Mitteln sind bestimmte Säuren und Putzkörper enthalten, die eine aufhellende Wirkung auf die Zähne haben können.

Achtung: Backpulver ist sicherlich der Klassiker im Bereich der Hausmittel gegen gelbe Zähne. Bei dieser Methode ist jedoch Vorsicht geboten, denn es kommt zu chemischen Reaktionen im Mund, die zwar eine Aufhellung der Zähne bewirken, jedoch auch zu Schäden am Zahnschmelz und dem Zahnfleisch führen können. Zahnstein lässt sich mit dieser Methode übrigens nicht entfernen, auch wenn dies im Internet immer wieder zu lesen ist.

Wie hilft der Zahnarzt?

Beim Zahnarzt können Sie ein professionelles Bleaching durchführen lassen. Hierdurch lässt sich eine deutlich sichtbare Aufhellung der Zähne erreichen. Für ein Bleaching ist eine optimale Gesundheit der Zähne jedoch Grundvoraussetzung. Ebenso lässt sich eine Aufhellung der Zähne durch eine professionelle Zahnreinigung erreichen, da hierbei Zahnbeläge und Zahnstein entfernt werden. Aus diesem Grund ist eine professionelle Zahnreinigung auch die Grundlage für jedes Bleaching.

Eine weitere Möglichkeit gegen gelbe Zähne ist die Verblendung mit Veneers. Es ist hierbei auch möglich, lediglich einen einzelnen Zahn mit einem Veneer zu verblenden. Auf diese Weise wirken die Zähne im Sichtbereich wieder strahlend und besitzen eine einheitlich weiße Zahnfarbe.

Wie lässt sich gelben Zähnen vorbeugen?

Gelben Zähnen lässt sich vorbeugen, wenn Sie säurehaltige Getränke und zuckerhaltige Snacks meiden oder deren Konsum einschränken. Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Dies dient nicht nur einer guten allgemeinen Gesundheit, auch Ihre Zähne werden es Ihnen danken. Sollten Sie Raucher sein, dann schränken Sie den Tabakkonsum ein oder verzichten Sie ganz darauf. Sie werden merken, dass Ihre Zähne bereits nach wenigen Wochen Tabakabstinenz deutlich weißer wirken werden.

Das A und O für die Vorbeugung gelber Zähne sowie anderer Verfärbungen ist jedoch eine regelmäßige, gründliche und korrekte Mundhygiene. Zweimal tägliches Zähneputzen mit sanften Kreisbewegungen und ohne großen Druck auf die Zähne ist das empfohlene Minimum. Mithilfe von Zahnseide können Sie Ihre Zähne in der Regel optimal reinigen. Wenn Sie darüber hinaus regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch nehmen, haben Sie bereits eine Menge für die Prophylaxe gegen gelbe Zähne unternommen - und ebenso gegen Karies, Entzündungen, Parodontose und andere Zahnerkrankungen.

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Fazit: Am besten gleich zum Profi

Um gelbe Zähne zu vermeiden, ist eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege wichtig. Zusätzlich ist es als vorbeugende Maßnahme hilfreich, einen übermäßigen Konsum bestimmter Produkte wie etwa Kaffee oder schwarzen Tee zu vermeiden. Auf Tabak sollten Sie grundsätzlich verzichten, auch um sich möglichst lange über ein strahlend weißes Lachen freuen zu können. Ein ebenso hilfreicher Baustein gegen gelbe Zähne ist eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Auch für die allgemeine Zahngesundheit ist diese in jedem Fall zu empfehlen.

Wenn Sie sich für ein Aufhellen der Zähne durch ein Bleaching entschieden haben, sollten Sie dies auf jeden Fall professionell bei einem Zahnarzt durchführen lassen. Wir bieten Ihnen diesen Service in unserer Praxis gerne an. Melden Sie sich einfach bei uns und vereinbaren einen Termin, entweder per Telefon oder auch per E-Mail. Hierfür steht Ihnen unser Kontaktformular zur Verfügung.

Gerne steht Ihnen das Zahnarztteam Dr. Seidel auch beratend zur Seite. Dies ist in jedem Fall sinnvoller, als gesunde Zähne mit aggressiven Produkten oder Hausmitteln in eigener Regie bleichen zu wollen. Denken Sie daran, dass viele Produkte Zahnfleisch und Zähne angreifen und im Anschluss zu erneuten gelben Verfärbungen führen. Besser also gleich zum Profi.

Rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch unter:
033203/85200


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Autor Dr. Frank Seidel

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 24.11.2019 von Autor Dr. Frank Seidel.

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